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Benehmen andeutete, er ſei in ſolchen Kreiſen zwar heimiſch und
ſolchen Umgang gewohnt, aber er habe auch ſchon in anderen, dieſen 3 5
ganz entgegengeſetzten Cirkeln ſich bewegt. Benedetto hatte freilich das
Eine wie das Andere ſchon gethan, denn dieſer war es. 5 Benedetto ſprach bald mit dieſem, bald mit jenem der Lagern⸗
den, ſcherzte mit ihnen bisweilen auf ſehr derbe Weiſe, machte von und
Zeit zu Zeit Verſprechungen und that überhaupt Alles, ſie bei recht
guter Laune zu erhalten. Die Banditen hingegen, mit jenem Scharf⸗ Ind
blicke, der ihnen einen geübten Genoſſen bald verräth, hatten auch hier ſchnell entdeckt, daß dieſer elegante, ſich einen vornehmen Anſtrich gebende junge Mann kein Neuling in ihrem Handwerk ſei und be⸗ handelten ihn als Geneſſen, obgleich ſie ihn ſonſt weiter nicht kannten, äbe denn ihr Hauptmann Luigi Vampa hatte ihnen den jungen Mann vorgeſtellt und ihnen angedeutet, ſie hätten bei dem nächſten Unter⸗
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nehmen dieſem Manne zu gehorchen, wie ihm ſelbſt, und zugleich 1 nei
verſichert, es würde ihnen reichlicher Lohn dafür werden. feig War reicher Lohn in Ausſicht, ſo kümmerte es dieſen Schlag 1
Menſchen nicht, was von ihnen verlangt wurde, ſie hätten dann— 75
nach ihrem Ausdrucke—„ſelbſt des Teufels Großmutter aus der 68 Hölle entführt,“ und gegen einen Mann, den ihnen der Hauptmann ſelbſt vorgeſtellt, gab es keine Urſache zum Mißtrauen, denn Vampa als kannte ſeine Leute und ſaetzte keinen ſeiner Untergebenen einer Gefahr aus, indem er deſſen Sicherheit einem Unzuverläſſigen anvertraute. hel Benedetto ſchaute oft ungeduldig über die Gegend. Er lagerte hal mit der Geſellſchaft ſchon einige Stunden hier und noch kam nicht da der ſeiner Genoſſen, den er erwartete, Lippi fehlte noch, er hatte ſcoen ha am Mittage hier ſein ſollen, blieb aber immer noch aus, und Bene⸗ 1 St detto, der ein großes Unternehmen, einen Hauptſchlag für ſeine de Racheluſt auszuführen gedachte, deshalb aber auch wegen möglichen an Mißlingens doppelt beſorgt war, begann unruhig zu werden und auf 3ü den Gefährten Verdacht zu werfen, ob er nicht ein falſches Spiel gegen ihn treibe, ihn vielleicht im letzten Augenblicke gar verrathe, um von anderer Seite hohen Gewinn zu ziehen. Es iſt ja ſtets bei dem Böſen der Fall, daß er nie dem Ge⸗ u noſſen traut, ſondern wenn er ihn nicht ſieht, ſich von ihm verlaſſen Ei
und verrathen wähnt, wo dann Wuth und Angſt in gleichem Grade in ſeinem Herzen wüthen. Das iſt eine Qual, welcher kein Verbrecher


