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„Mir iſt es ſtreng verboten, den Namen irgend Jemand zu nennen,“ entgegnete Benedetto,„und Du wirſt nicht wollen, daß ich meinem Eide untreu und den Befehlen des Grafen ungehorſam werde.— Außer dem Grafen werde ich vielleicht der Einzige ſein, welcher den Namen des bedrohten Mannes kennt, und Du wirſt ihn ſeiner Zeit wohl durch des Grafen Mund erfahren, denn er ſcheint Dir großes Vertrauen zu ſchenken.“
„Er ſcheint nicht blos, ſondern thut es auch wirklich,“ erwiderte Vampa ſtolz und mit Nachdruck,„und deshalb wundert es mich, daß mir der Name verſchwiegen bleiben und überhaupt mir der Auftrag nicht allein übertragen werden ſoll.“
Es klang aus dieſen Worten etwas wie verletzte Eitelkeit durch, und darauf hatte Benedetto nicht gerechnet.
„Ich kann nicht darüber urtheilen, weshalb er mir und nicht Dir die Vollziehung des Auftrags anvertraute,“ ſagte er nach langem Beſinnen.„Jedenfalls aber weißt Du, daß der Graf Monte Chriſto nie Etwas ohne beſtimmten Grund unternimmt, und auch glaube ich nicht, daß der Grund, welcher ihn veranlaßt, Alles mir zu über⸗ tragen, etwas Nachtheiliges für Dich hat, denn ſonſt würde er Deine Mithilfe nicht in Anſpruch nehmen, da in den Gebirgen ſo viele Arme ſind, die ſich auf den erſten Wink für ihn heben würden.“
Vampa ſtimmte dem bei und zeigte ſich durch Benedetto's Er⸗ klärung befriedigt. Er fragte nur noch, wenn er ſeine Hilfe verlange und wie viel Männer er dazu ſtellen ſolle.
„In drei Tagen werde ich von Dir ſechs zuverläſſige Männer verlangen,“ entgegnete Benedetto, froh, daß der gefürchtete Räuber⸗ hauptmann ſich ſo leicht überzeugen und in Allem ſo fügſam finden ließ.
„Gut,“ ſagte Vampa,„in drei Tagen werde ich ſelbſt Dir ſechs Männer zuführen.“
„Du wilſſt alſo ſelbſt dabei ſein?“ fragte Benedetto, unangenehm berührt durch des Hauptmanns Worte.
„Allerdings, mein Freund,“ erwiderte Vampa nachdrücklich,„denn ich kann dem Grafen Monte Chriſto auf keine Weiſe beſſer meine Ergebenheit bezeigen, als wenn ich mich perſönlich jeder Dienſtleiſtung zu ſeinem Vortheile unterziehe.“
Benedetto biß die Zähne zuſammen, um einen leiſen Fluch, der ihm auf den Lppen ſchwebte, zu unterdrücken.
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