Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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ct.

lneigte leichter ier und hinter

au des periode wie auf Vorzeit gründet kenden, tgegen⸗ Nacht⸗ sternen, Wind, vurden, riicheit epiſtadt ertrüm⸗

eu und altigen Mauer⸗

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werks ſproſſen magere Geſträucher, Gräſer und Pflanzen. Die halb⸗ zerfallenen Sitze ſind von Erde und Gras, die gewaltige Arena iſt mit Schutt bedeckt. Die Belebung beſteht am Tage aus Ziegen, die hier dürftige Weide finden, und aus Reiſenden, die theils aus Neugier, theils um zu forſchen hierher geführt werden.

Bei Nacht aber treiben Nachtvögel verſchiedener Art ihr Weſen hier; Reiſende, welche das mächtige Bauwerk bei Fackelbeleuchtung und in dem zauberhaften Scheine des Mondlichtes betrachten wollen, durchziehen, geleitet von kundigen Führern mit lodernden Fackeln in der Hand, die düſtern Gewölbe und Galerien; dann finden ſich auch Liebespärchen ein, die hier ſich ein unbelauſchtes Stelldichein geben; ſie glauben wenigſtens unbelauſcht zu bleiben, ohne es aber in der Wirklichkeit zu ſein, denn zur Nachtzeit iſt das Coliſſeum nicht ſelten der Zuſammenkunftsort gefährlicher Menſchen, Banditen treiben ſich hier herum, um vielleicht an irgend einem einſamen Wanderer eine gute Beute zu machen und Verabredungen mit Genoſſen zu treffen; auch finden ſich wohl Leute hier ein, welche der Dienſte irgend eines der Banditen bedürfen und ihn an dieſer Stelle durch hohen Preis anzuwerben ſuchen. So hat die todte Ruine immerwährend Leben

in ſich, wenn gleich verſchieden von dem, welches einſt zur prunkenden

Kaiſerzeit hier herrſchte. 3

Auch heute war die Ruine nicht ſo todt, wie es auf den erſten Anblick ſchien, hin und wieder ſchwirrte ein Nachtvogel aus einem Gewölbe hervor, beſchrieb einen Kreis in der Luft und verſchwand dann ſchnell wieder, wie er gekommen. An einer entfernten Stelle des Gemäuers tauchte von Zeit zu Zeit der Glanz einer einſamen Fackel auf, die mit rothem Lichte die verwitterten Mauern erhellte,

und einzelne Schatten bewegten ſich dann in der Helle umher, bis⸗

weilen klein zuſammenſchrumpfend, dann wieder ſich rieſenhaft aus⸗ dehnend, je nachdem das Licht der Fackel fiel. Dieſes zeigte an, daß eine Geſellſchaft noch die Räume durchſchweifte.

Durch die unteren Gewölbe ſchritten langſam und leiſe zwei Männer, nur bisweilen in die dämmernde Helle des ſcheidenden Mondes hinaustretend.

Vampa erwartet mich alſo hier? fragte der Eine.

Ja, Benedetto, entgegnete Lippi, und dann ſetzte er flüſternd hinzu:Gedenke meiner Warnung und verrathe durch nichts, daß