Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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dieſes danke ich meinem Talisman. Er wies mir den Weg nach der Oſteria und machte den Tölpel von Courier ſchwatzen.

Für den Menſchen konnte das Schwatzen nicht ſo gefährlich ſein, denn in allen anderen Fällen, nur nicht in dem heutigen, würde ihm der Name Monte Chriſto als beſte Schutzwehr gedient haben.

Nun, ſchloß Benedetto,es iſt jedenfalls für uns ſehr gut, daß ich das koſtbare Papier habe, es kann mir zur Waffe gegen den Todfeind werden. Sehen wir nun, was die anderen Papiere enthalten.

Der erſte Brief, den Benedetto erbrach, trug die Adreſſe von Mercedes Herrera und enthielt die Nachricht, daß ihr Sohn gefunden und Graf Monte Chriſto, der ſich einfach Edmond Dantes unter⸗ ſchrieb, ihn ſelbſt in ihre Arme zurückbringen werde. Benedetto ſah aus dieſem Schreiben, daß Monte Chriſto ſich in Egypten aufge⸗ halten hatte und mußte ſich geſtehen, daß er ihn dort nicht vermuthet und noch weniger geſucht haben würde. Aber mit Wonne erfüllte ihn der Nachſatz:

Binnen kurzer Zeit werde ich ſelbſt in der ewigen Stadt ſein; wenn Sie dieſen Brief erhalten, trägt mich vielleicht ſchon das Meer.

Ah, und ich werde Dich willkommen heißen, Edmond Dantes, oder wie Du Dich ſonſt nennen magſt, murmelte Benedetto.Nun erſt beginnt das Werk, für welches ich meine Kräfte aufgeſpart.

Er las den zweiten an einen Agenten in Rom gerichteten Brief, worin dieſer den Auftrag erhielt, ſofort ein Hotel in Rom zu miethen und bis zu einem beſtimmten Tage würdig auszuſtatten. Zur vorläufigen Beſtreitung dieſer Ausſtattung lag eine Anweiſung auf hunderttauſend Franks an das Haus Torlonia bei.

Benedetto war dieſer Fund willkommen, da ſeine Kaſſe dadurch bedeutend vermehrt wurde, ließ aber Lippi nicht das Geringſte davon merken. Er ſteckte die Anweiſung ſorgfältig zu ſich und griff nach den anderen Papieren.

Das nächſte Schriftſtück enthielt eine Art Reiſeroute. Der Courier war in demſelben angewieſen, in beſtimmten Gaſthäuſern, wo der Graf Monte Chriſto übernachten wollte, Anſtalten treffen zu laſſen, daß der Reiſende würdig aufgenommen werde und er wie ſein Ge⸗ folge, bei dem ſich zwei Damen und ein Kind befänden, Alles auf das Bequemſte vorbereitet finde.