Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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Viertes Kapitel. Ein unerwarteter Beſuch.

Gedenk' des Eides, den Du mir geſchworen, Wenn was Dir heilig noch auf dieſer Welt⸗ Körner.

Fußtritte ließen ſich in dem Vorzimmer hören, dann entſtand ein heftiger Wortwechſel, wobei man deutlich des Kammerdieners Stimme unterſchied, aber auch eine rauhe Stimme vernahm.

Ich muß Sie wenigſtens melden, rief der Kammerdiener,die Aerzte haben ſtreng jede gewaltſame Störung unterſagt.

Ich komme in Ausübung meines Amtes! Platz! entgegnete die barſche Stimme. Villefort war aufmerkſam geworden, noch mehr aber Benedetto, der durch ſeine frühere Lebensweiſe gewohnt war, auf jedes Vorkommniß zu achten und in jedem außergewöhnlichen Geräuſch Gefahr für ſich zu ahnen. Unwillkürlich überflogen des jungen Mannes Augen mit Blitzesſchnelle die Wände des Gemaches, um für den Nothfall einen Verſteck oder einen Weg zur Flucht zu erſpähen. Dann blickte Benedetto auf Villefort, der mit einem Ausdruck der Unruhe und Beſorgniß des Sohnes Augen ſuchte, als wollte er ihn fragen, was er von dem Geräuſch denke.

Monte Chriſto! murmelte Villefort.

Es ſchien, als glaubte er, jedes Unangenehme, überhaupt jede Störung könne nur von der Seite dieſes unverſöhnlichen Todfeindes kommen.

Benedetto hatte dieſen Namen ſchon von ſeiner furchtbarſten Seite kennen gelernt, ſo daß er ſich bei deſſen Nennung eines leiſen Zu⸗