Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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bei dieſem Unternehmen hold geweſen, blieb ihnen auch jetzt treu, und die Flüchtlinge kamen mit einigen leichten Verletzungen glücklich hinüber.

Nach kurzer Zeit hatten Benedetto und Pierre den Rand des Hafens erreicht, wo ſie die Ketten eines Bootes ſprengten und unter dem Schutze der Nacht durch den Hafen auf die Rhede hinausrudern. Nach Verlauf zweier Stunden landeten ſie an der Küſte, gaben ihr

Fahrzeug den Wellen Preis und ſchlugen nun den Weg nach Paris ein.

Da die Flüchtlinge hinreichend mit Geld verſehen waren, ſo ſetzten ſie ſich ſchon bei Anbruch des Tages mit geringer Mühe in Beſitz der nöthigen Kleidungsſtücke, welche ihnen das Ausſehen wohl⸗ habender Landleute gaben, und ſie konnten nun ſchon unbeſorgter ihren Weg ſortſetzen.

Ihr erſtes Nachtquartier hielten die Flüchtlinge in einem unan⸗ ſehnlichen Dorfwirthshauſe. Als Pierre hier ſpät am Morgen er⸗ wachte, war Benedetto's Lager leer, und zu nicht geringem Erſtaunen vermißte Pierre auch ſeine Kleidungsſtücke.

Erſchrocken und Böſes ahnend griff er nach dem Gurt, in dem er ſein Geld um den Leib gebunden getragen. Der Gurt war durch⸗ ſchnitten und verſchwunden.

Da erkannte Pierre mit Schrecken und Wuth, daß er von ſeinem treuloſen Gefährten nicht nur verlaſſen, ſondern auch beſtohlen war. Er machte Lärm, fragte nach, aber Niemand wußte Etwas von Bene⸗ detto, kein Menſch hatte ihn das Haus verlaſſen ſehen.

O du Schurke, rief da Pierre voll Grimm.Wer hieß mich auch, dir zu vertrauen! Aber wehe dir, wenn ich dir je begegne, ich will dir, zärtlicher Sohn, dann vorhalten, ob ein Kamerad den andern beſtiehlt.

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