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no werden Sie nicht müde, mir zu ſagen, das ich Sie glücklich Bemagt habe. Sie wiſſen nicht, wie ſehr ich dieſer Gewißheit edarf!“ —„O ja, ja, ich danke Ihnen von Grund meiner Seele,“ rief Valentine,„und ſollten Sie an der Aufrichtigkeit meines Dankes zweifeln, o ſo fragen Sie Haydée, fragen Sie meine geliebte Schwe⸗ ſter Haydée, die mich ſeit unſerer Abreiſe von Frankreich, für den ſeligen Tag, der heute erſchienen, geduldig erhalten hat, indem ſie mit mir von Ihnen ſprach.“ „Alſo lieben Sie Haydée?“ fragte Monte⸗Chriſto, und ver⸗ ſuchte umſonſt, ſeine tiefe Bewegung zu verbergen. „8 vom ganzen Herzen!“ „Nun wohl, Valentine, ich richte eine große, heilige Bitte an
be„An mich? großer Gott... ſollte ich wirklich ſo glücklich ein?... 4
„Ja, Sie haben Haydée Ihre Schweſter genannt, möge ſie wirklich Ihre Schweſter ſein.... Valentine, beweiſen Sie ihr all die Freundlichkeit, welche Sie mir ſchuldig zu ſein glauben, be⸗ ſchützen Sie und Morrel das arme Kind, denn“(die Stimme des Grafen erloſch faſt)„von nun an wird ſie allein in der Welt ſein.“
„Allein in der Welt?“ wiederholte eine Stimme hinter ihm, „und weßhalb?“
Monte⸗Chriſto wandte ſich um.
Da ſtand Handée bleich, verſteinert, tödtlichen Schrecken in
ihren Zügen. „ Weil Du morgen frei ſein wirſt, meine Tochter,“ entgegnete der Graf,„weil Du die gebührende Stellung in der Welt wieder einnehmen wirſt, weil ich nicht will, daß mein Geſchick das Deine verdunkelt. Tochter eines Fürſten, ich gebe Dir die Reichthümer und den Namen Deines Vaters zurück.“ 3
Haydée war ſehr bleich, ſie faltete ihre durchſichtigen Hände wie die Jungfrau, die zu Gott betet, und ſprach mit von Thränen erſtickter Stimme:
„Alſo, mein Herr, Du verläßt mich?“
„Haydée, Haydée Du biſt jung und ſchön, vergiß meinen Namen und ſei glücklich!“
„Gut,“ ſprach Haydée,„Deine Befehle ſollen erfüllt werden, Herr, o ich werde ſogar Deinen Namen vergeſſen und glücklich ſein.“
Und ſie entfernte ſich.
„O mein Gott,“ rief Valentine, die Morrels Kopf an ihre Schulter lehnte,„ſehen Sie denn nicht, wie bleich ſie iſt, begreifen Sie denn nicht, was ſie leidet?“ dHohber blieb ſtehen und ſprach mit herzzerreißendem Aus⸗
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