Teil eines Werkes 
6 (1870)
Entstehung
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1405

ſeinen Beſuch zu machen, daß er ſich nicht einmal Zeit nahm, zu warten bis der Wagen angeſpannt war, ſondern ſich denſelben

nachkommen ließ.

Man kam bei dem Banquier an, der Franzoſe trat ein.

Mit ihm zugleich trat auch der ſchon erwähnte Mann ein, der Fremde klingelte und gelangte in das erſte Zimmer, ſein Schatten folgte ihm.

Die Herren Thomſon und French? fragte der Reiſende.

Auf das Zeichen eines Commis, der in dieſem erſten Zimmer arbeitete, ſtand ein Laquai auf.

Wem melde ich? fragte er, ſich vor dem Fremden ver⸗ neigend.

Den Baron Danglars, ſagte dieſer.

Kommen Sie!

Beide verſchwanden in einer Thür.

Der Mann, welcher hinter Danglars eingetreten war, nahm auf einer Bank Platz.

Der Commis ſchrieb weiter, der Mann beobachtete während deſſen das tiefſte Stillſchweigen.

Endlich ſchwieg die Feder, der C mmis ſah auf, blickte ſich vorſichtig rings um, ob er auch mit dem Manne allein ſei, und

ſſpprach dann:

Ach ſieh da, Peppino?

Ja, entgegnete dieſer lakoniſch.

Du haſt bei dieſem dicken Manne etwas Gutes gewittert?

5Ich habe dabei kein großes Berdienſt, wir ſind benach⸗

richtigt.

Du weißt alſo, was er hier will?

Nun ja, er will ſich eine Summe auszahlen laſſen, nur weiß ich nicht wie viel!

Das wirſt Du bald genug erfahren, Freund!

Sehr gut, aber mache es nicht wie neulich, nenne keine falſche Summe!

Was meinſt Du? von wem ſprichſt Du, von dem Engländer, der neulich hier drei Tauſend Thaler holte? Nein, das war richtig, und wir haben das Geld gefunden; aber der ruſſiſche Prinz... Nun?

Nun, Du hatteſt dreißigtauſend Livres angegeben, und wir haben nur zweiundzwanzig gefunden.

Ihr werdet ſchlecht geſucht haben.

Luigi Vampa ſelbſt hat in Perſon nachgeſucht.

Dann hat er vielleicht Schulden bezahlt.

Ein Ruſſe?

Oder ſein Geld ſonſt verſchwendet.

Möglich!

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