1404
einen Franzoſen in ihm. Ein ganz überzeugender Beweis, daß er aus dem Lande der Univerſal⸗Sprache ſtammte, war, daß ſein hanzes Italieniſch nur in den techniſchen Ausdrücken der Muſik eſtand, die gleich dem Goddam dem Engländers, alle Feinheiten einer beſondern Sprache erſetzen.
„Allegro!“ ſagte er, ſo oft es bergauf ging.
„Moderato!“ wenn es abwärts ging.
Und Gott weiß, daß es auf dem Wege von Florenz nach Rom, über Aquapendente, Berge und Thäler giebt.
Uebrigens lachten die wackern Poſtillone oft recht herzlich über dieſe beiden Worte.
Als er bei Storta anlangte, dem Punkte, von dem aus die ewige Stadt ſichtbar wird, empfand er nicht das Gefühl der enthu⸗ ſiaſtiſchen Neugierde, die jeden Reiſenden treibt, ſich in dem Wagen aufzurichten, um ſo bald als möglich den berühmten Dom von St. Peter zu ſehen, den man vor allen andern gewahrt.
Nein, er zog nur ein Taſchenbuch aus der Taſche, und aus dieſem ein einfach zuſammengefaltetes Papier, welches er betrachtete, las und zufrieden ſprach:
„Gut, gut, ich habe es!“ 8
Der Wagen rollte durch die Porta del Popolo, fuhr links und hielt vor dem ſpaniſchen Hotel.
Meſſer Paſtrini, unſer alter Bekannter, empfing den Reiſen⸗ den auf der Schwelle der Thür, den Hut in der Hand.
Der Reiſende ſtieg aus, verlangte ein gutes Diner und er⸗ kundigte ſich nach der Adreſſe des Hauſes Thomſon und French, welche ihm augenblicklich gegeben ward, da dies Haus eines der bekannteſten in Rom war.
Es lag via dei Banchi neben St. Peter.
In Rom iſt, wie überall, die Ankunft einer Poſtchaiſe ein Er⸗
eigniß. Zehn junge Abkömmlinge des Marius und der Gracchen, mit nackten Füßen, durchſcheinenden Ellnbogen, aber die eine Fauſt
keck auf die Hüfte, und den andern Arm maleriſch über den Kopf gelegt, betrachteten den Reiſenden, den Wagen und die Pferde. Dieſen Straßenjungen der Hauptſtadt der Welt hatten ſich an fünfzig Maulaffen Sr. Heiligkeit zugeſellt.
Beide ſind glücklicher als die Pariſer Straßenjungen und Gaffer, denn ſie verſtehen alle Sprachen, beſonders das Fran⸗ zöſiſche, und hörten alſo auch die Beſtellungen und Fragen unſeres Reiſenden.
Das Reſultat davon war, daß, als unſer Ankömmling das Hotel in Begleitung ſeines Cicerone verließ, ein Mann ihnen folgte, ohne von ihnen bemerkt zu werden, und ſich mit der Klug⸗ hut und Gewandtheit eines Pariſer Polizeiſpions, in ihrer Nähe ielt.
1.„ ber de
Der Franzoſe war ſo eilig dem Hauſe Thomſon und French
eine Be pinen b komme ni Man Mit der Fren Schatten
Die
ſprach d
Summe 9
⁸
der neu J


