Teil eines Werkes 
6 (1870)
Entstehung
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Villeforts Auge hing an ſeinem Blick und ſeinen Lippen, das Reſultat der Unterſuchung erwartend. Noirtier, noch bleicher als ſein Sohn, und noch begieriger auf die Löſung als dieſer, ſaß nach außen hin unbeweglich, innerlich tödtlich getroffen, da.

Endlich ſagte Avrigny langſam:

Sie lebt noch!

Noch? ſchrie Villefort,o Doctor, welch' ein entſetzlich Wort haben Sie da ausgeſprochen!

Ja, ſprach der Arzt,ich wiederhole meine Worte: ſie lebt noch und ich bin darüber erſtaunt.

Aber iſt ſie gerettet?

Ja, weil ſie lebt.

Und Apvrignys Blick begegnete Noirtiers Auge, es glänzte von einer ſo außerordentlichen Freude, einer ſolchen Gedankenfülle, daß der Arzt ſtutzte.

Er ließ das bleiche, unbewegliche junge Mädchen in den Fau⸗ teuil zurückgleiten, und blickte Noirtier, der jeder ſeiner Bewegungen folgte, nochmals an.

Herr Procurator, ſagte er dann,laſſen Sie Fräulein Valentinens Kammerfrau rufen.

Villefort lehnte den Kopf ſeiner Tochter zurück, den er bis dahin gehalten hatte, und beſorgte den Auftrag ſelbſt.

Kaum hatte er das Zinnnier verlaſſen, als Avrigny ſich Noir⸗ tier näherte.

Sie haben mir etwas zu ſagen? fragte er.

Der Greis blinzelte ausdrucksvoll mit den Augen, es war, wie man ſich erinnern wird, die einzige Bewegung, deren er fähig war.

Mir allein?

Ja.

Gut, ich werde warten.

Villefort trat wieder ein, ihm folgte die Kammerfrau, hinter dieſer kam Frau von Villefort.

Aber was iſt denn dem lieben Kinde? rief ſie,Valentine verließ uns, weil ſie etwas unwohl war, aber ich glaubte nicht, daß es ſo ernſtlich ſei.

Und mit Thränen im Auge, und den Zeichen der aufrichtigſten

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