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mütterlichen Zuneigung, neigte die junge Frau ſich über ihre Stief⸗ tochter, und ergriff ihre Hand.
Avrigny beobachtete den Greis, und ſah, wie deſſen Auge ſich erweiterte, ſeine Wangen zitterten und ſich verfärbten, und ſeine Stirn mit Schweiß bedeckt war. and
„Ah!“ ſagte er unwillkürlich, indem ſeine Augen der Richtung von Noirtiers Blick folgten, d. h. alſo, ſich auf Frau von Villefort hefteten. „Das arme Kind,“ fuhr dieſe fort,„kommen Sie, Fanny, wir wollen ſie zu Bett bringen, das wird ihr gut thun.“ 4
Herr von Avrigny, der in dieſem Vorſchlage ein Mittel ſah, mit dem Greiſe allein zu bleiben, erlaubte dieſe Ueberſiedelung, be⸗ fahl jedoch ſtreng, ihr nichts zu geben, außer was er ihr verordnen werde.—
Valentine hatte ihr Bewußtſein wieder erlangt, konnte jedoch inden weder reden noch ſich bewegen, ſo ſehr waren ihre Glieder durch den überſtandenen Fall zerſchlagen.
Man trug ſie fort. i
Aber mit einem Blick grüßte ſie ihren guten Großpapa, dem nan es war, als werde ihm die Seele ausgeriſſen, indem ſein geliebtes 13 Kind fortgetragen ward.
Avrigny folgte der Kranken, ſchrieb ein Recept, bat dem Pro⸗ curator ſelbſt in die Apotheke zu fahren, mit dem Tranke zurück⸗ zukehren und ihn in ſeiner Tochter Zimmer zu erwarten.
Nachdem er nochmals ſtreng befohlen hatte, der Kranken nichts zu reichen, kehrte er zur Noirtier zurück, ſchloß ſorgfältig die Thür und ſprach:
„Nun, und Sie wiſſen etwas über die Krankheit Ihrer
4 Enkelin?“—
„Ja.“
„Hören Sie, wir haben keine Zeit zu verlieren, ich werde fragen, und Sie antworten! Haben Sie Valentinens Unfall vorher
geſehen?“
„Ja.“ ¹
Avrigny überlegte, dann Noirtier näher tretend, ſagte er:
„Verzeihen Sie, was ich Ihnen ſagen werde, aber in der ſchreck⸗ lichen Lage, in welcher wir uns befinden, dürfen keine Indicien
ihn
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