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„Und was antwortete der Arzt?“
„Er antwortete... er antwortete, dieſer Tod ſei nicht natür⸗
lich, ſondern durch...“
„Nun, durch?“
„Gift herbeigeführt.“
„Wahrhaftig!“ ſagte Monte⸗Chriſto mit jenem leichten Huſten, der ihm in Momenten außerordentlicher Bewegung ſtets dazu diente, ſein Erröthen, ſeine Bläſſe, ja ſelbſt die Aufmerkſamkeit zu verbergen, mit der er zuhörte.„Wahrhaftig, Maximilian, das haben Sie gehört?“
„Ja, lieber Graf, und der Doctor fügte hinzu, daß er ſich genöthigt ſehe, der Juſtiz Anzeige zu machen, ſollte ſich dieſes Ereig⸗ niß wiederholen.“
Monte⸗Chriſto ſchien mit der größten Ruhe zuzuhören.
„Nun wohl,“ fuhr Morrel fort,„der Tod forderte ein drittes Opfer, und weder der Herr, noch der Doctor ſagten etwas; jetzt klopft der Tod zum vierten Male an dieſelbe Thür. Graf, wozu glauben Sie, daß die Kenntniß dieſes Geheimniſſes mich verpflichtet?“
„Mein lieber Freund, Sie erzählen mir da eine Geſchichte, die Jeder von uns auswendig weiß. Ich kenne das Haus, oder wenigſtens ein ähnliches, ein Haus mit einem Garten, einem Familienvater, einem Arzte, in welchem drei ſo ſonderbare als zunerwartete Todesfälle einander folgten. Nun gut, der ich das Alles weiß, ohne in das Vertrauen und Geheimniß dieſes Hauſes gedrungen zu ſein, kann ich Gewiſſensbiſſe haben? Unmöglich! Sie
ſagten, der Zorn Gottes habe dieſes Haus einem Würgengel be⸗
zeichnet; wer ſagt Ihnen, daß dieſe Vermuthung nicht Wirklichkeit iſt? Ach mein Freund, wenn nicht der Zorn Gottes, ſondern ſeine Gerechtigkeit in dieſem Hauſe waltet, o ſo ſchlagen Sie die Augen nieder und laſſen der göttlichen Gerechtigkeit freien Lauf.“
Morrel ſchauderte, ſo düſter, ernſt und ſchrecklich war der Ton des Grafen.
„Uebrigens,“ fuhrer fort, und ſein Ton klang ſo auders, daß man kaum glauben konnte, er komme aus demſelben M. de,„wer hat Ihnen geſagt, daß der Tod dieſes Haus nochmalsüb Lührt?“
„Ich weiß es,“ ſchrie Morrel,„und deshalb komme ich.“
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