um Beſchleunigung bitten ſoll?“
empfohlen hatte, verließ unſere junge Freundin das Zimmer. „Das arme Kind,“ ſagte ihre Stiefmutter dann,„ſie beun⸗ ruhigt mich ſehr, ich fürchte, ſie wird ernſtlich krank.“
Indeſſen war Valentine in einer Aufregung, von der ſie ſich ſelbſt
keine Rechenſchaft geben konnte, durch Eduards Zimmer geeilt, ohne
auf deſſen Bosheiten zu achten. Sie ſtieg die kleine Treppe herab,
ſchon hörte ſie Morrels Stimme, da plötzlich legte ſich es wie ein Flor vor ihre Augen, ihre ſteifwerdenden Füße verſagten ihr den Dienſt, ihre Hände hatten nicht mehr die Kräfte, ſich am Geländer zu halten, ſie rollte die letzten Treppenſtufen herab.
Morrel hörte das Geräuſch, öffnete die Thür und ſah ſeine Geliebte leblos daliegen.
Schnell wie der Blitz hob er ſie empor und trug ſie auf einen Stuhl.
Valentine öffnete die Augen wieder.
„O wie ungeſchickt ich bin,“ ſagte ſie mit fieberhafter Schnellig⸗ keit,„ich kann mich nicht einmal halten, und überſehe ſogar drei Stufen!“
„Sie haben ſich vielleicht verwundet, Valentine,“ rief Morrel ängſtlich,„o mein Gott, mein Gott!“——
Valentine ſah ihren Großvater an und las in ſeinen Augen den größten Schrecken.
„Beruhige Dich, guter Großpapa,“ ſagte ſie, zu lächeln ver⸗ ſuchend,„es iſt nichts, ich war nur etwas ſchwindlig.“—
„Wieder eine Betäubung, ein Schwindel,“ ſagte Morrel die Hände faltend,„o Valentine, ich beſchwöre Sie, achten Sie darauf.“
„Nicht doch, nicht doch, es war nichts,“ ſagte Valentine, „Alles iſt vorüber. Jetzt hören Sie eine Neuigkeit, in acht Tagen
heirathet Eugenie, und in drei Tagen iſt ein großes Feſt, ein ſo⸗
genannter Verlobungsſchmaus. Wir ſind Alle eingeladen, Vater Frau von Villefort und ich... Wie ich wenigſtens verſtanden habe.“ „Ach, meine Geliebte, wann wird in dieſer Hinſicht die Reihe an uns kommen? O, möchte doch Ihr guter Großpapa, über den Sie ſo viel vermögen, antworten: bald!“ „Alſo wünſchen Sie, Maximilian, daß ich den guten Großpapa
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Nachdem Sie Eugenie umarmt, und ſich Frau von Danglars


