Teil eines Werkes 
6 (1870)
Entstehung
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mich hier nicht ſucht. Adieu, oder vielmehr auf Wiederſehen, denn nicht wahr, Maximilian, Sie bleiben bei dem guten Großpapa, bis ich wiederkomme?

Morrel folgte ihr mit den Augen und lauſchte, bis ihre leichten Schritte ganz verhallt waren.

Dann nahm er auf Herrn von Noirtiers Wunſch das Wörter⸗ buch. Durch Valentine unterrichtet, verſtand er den Greis ſehr gut.

Da er jedoch jedes Mal viele Buchſtaben nennen mußte, um Noirtiers Gedanken zu errathen, hatte er erſt nach zehn Minuten folgende Worte zuſammengeſetzt: 3 4

Laſſen Sie mir das Glas Waſſer und die Carafine aus Valentinens Zimmer bringen.

Morrel ſchellte ſogleich und gab dem Diener, welcher jetzt Herrn von Noirtier bediente, den eben erhaltenen Befehl.

Der Diener kam ſehr bald wieder.

Carafine und Glas waren ganz leer.

Noirtier wollte ſprechen..

Nach einigen Minuten hatte Morrel den Satz:

Wie kommt es, daß Beides leer iſt, da Valentine das Glas nur zur Hälfte geleert hat?

Ich weiß es nicht, antwortete der Diener,aber die Kammer⸗ frau des Fräuleins war im Zimmer, vielleicht hat ſie das Waſſer ausgegoſſen.

Fragen Sie, ſagte Morrel, Noirtiers Gedanken dieſes Mal

durch den Blick errathend.

Der Diener verließ das Zimmer, kehrte jedoch bald zurück.

Indem Fräulein Valentine durch das Zimmer ging, um ſich zu Frau von Villefort zu begeben, hat ſie den Inhalt des Glaſes ausgetrunken. Die Caraffe hat Herr Eduard geleert, um ſeinen Enten einen Teich zu machen.

Noirtier blickte gen Himmel, wie ein Spieler, der ſein ganzes Vermögen auf einen Wurf ſetzt..

Von da an hefteten ſich ſeine Blicke ſtarr und unausgeſetzt auf die Thür.

Wirklich hatte Valentine recht geſehen, Frau von Danglars

und ihre Tochter ſtatteten ihren Beſuch ab. Die Damen hatten einander ſchon begrüßt, als Valentine eintrat.

dau der