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„Ich habe nicht zu dem Herrn Grafen gehen wollen, ohne die Befehle des gnädigen Herrn zu vernehmen.“ 5
„Wozu das?“
„Weil der Herr Graf ohne Zweifel weiß, daß ich den gnädi⸗ Herrn begleitet habe...“ 38
„Sehr wahrſcheinlich,“ ſagte Albert.
„Und weil er mich gewiß zu ſich befohlen hat, um mich über den Hergang der Sache zu befragen. Was ſoll ich antworten?“
„Die Wahrheit.“
„Alſo ſoll ich ſagen, daß das Duell nicht ſtattgefunden hat?“
„Du ſollſt ſagen, daß ich mich bei dem Herrn Grafen von Monte⸗Chriſto entſchuldigt habe, nun geh'.“
Der Kammerdiener verbeugte ſich und verließ das Zimmer.
Albert nahm ſeine Arbeit wieder vor.
Plötzlich hörte er einen Wagen vorfahren, er trat an's Fen⸗ ſter; ſein Vater ſtieg in die Equipage, welche im donnernden Galopp davon rollte.
Kaum hatte die Thüre des Hotels ſich hinter dem Grafen ge⸗ ſchloſſen, als Albert nach dem Zimmer ſeiner Mutter ging und, da er Niemand fand, der ihn meldete, bis in ihr Schlafzimmer vor⸗ drang, wo er mit bebendem Herzen, über das, was er ſah und errieth, auf der Schwelle ſtehen blieb.
Als ob dieſelbe Seele die beiden Körper belebt hätte, that Mercedes daſſelbe, was Albert eben gethan hatte.
Auch ſie war fertig. Spitzen, Schmuck, Wäſche, Geld, Alles lag wohlgeordnet in den verſchiedenen Fächern.
Albert ſah dieſe Vorbereitungen, begriff ſie, und ſank:„Mut⸗ ter, theure Mutter!“ rufend, der Gräfin in die Arme.
Der Maler, welcher im Stande geweſen wäre, den Ausdruck dieſer beiden Geſtalten wiederzugeben, würde gewiß ein herrliches Gemälde geliefert haben.
Obgleich Albert ohne Bangen dieſen Entſchluß gefaßt hatte, erſchreckte ihn derſelbe doch für ſeine Mutter.
„Was wollen Sie thun?“ fragte er.
„Was thateſt Du?“ entgegnete ſie.
„O Mutter,“ ſchluchzte Albert vor Bewegung kaum der Sprache 3
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