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deutlich, man las darin verhaltenen Zorn, ſtolze Verachtung und großmüthige Verzeihung.
Noch nachdem Beide in den Wagen geſtiegen waren, behielt er ſeine unbewegliche, traurige Stellung bei, dann richtete er ſich plötzlich hoch auf, rief nach ſeinem Pferde, ſchwang ſich in den Sattel und legte den Weg nach Paris im Galopp zurück. Eine Viertel⸗ ſtunde ſpäter war er in dem Hotel Straße du Helder.
Als er vom Pferde ſtieg, glaubte er hinter dem Vorhange im Schlafzimmer des Grafen das bleiche Geſicht ſeines Vaters zu bemerken. Seufzend blickte Albert nach der andern Seite und trat in ſeinen kleinen Pavillon.
Da angekommen, warf er einen letzten Blick auf alle dieſe Reichthümer, die ihm ſeit ſeiner Kindheit das Leben ſo ſüß und angenehm gemacht hatten; noch einmal blickte er die Gemälde an, deren Figuren ihm zuzulächeln ſchienen, und deren Landſchaften ſich gleichſam für ihn belebten.
Dann löſ'te er das Porträt ſeiner Mutter aus, rollte es auf und ließ den reichvergoldeten Rahmen leer hängen.
Nachdem dies geſchehen war, ordnete er ſeine prächtigen tür⸗ kiſchen Waffen, ſeine ſchönen engliſchen Gewehre, ſeine japaneſiſchen Porzellane, die werthvollen Vaſen und Kelche, die artiſtiſchen Bron⸗ zen von Feuchéres oder Barye; ſah ſeine verſchiedenen Fächer nach, ſteckte in jedes derſelben den Schlüſſel, legte ſie alle in ein Fach ſeines Schreibtiſches, und ließ es offen. All' ſein Geld, alle die tauſend Bijouterien und einem eleganten, modernen jungen Manne unentbehrlichen Kleinigkeiten kamen dann an die Reihe. Hiermit zu Ende, ordnete er ſeine Bücher und Papiere, machte dann ein ſorgfältiges Inventarium von Allem und legte daſſelbe auf einen Tiſch.
Beim Beginn dieſer Arbeit trat ſein Diener in das Zimmer, ungeachtet Alberts Befehl, ihn allein zu laſſen.
„Was willſt Du?“ fragte Albert mehr traurig als erzürnt.
„Verzeihung, gnädiger Herr,“ entgegnete der Kammerdiener, „Sie hatten mir zwar verboten, Sie zu ſtören, aber der Herr Graf Ihr Herr Vater, hat mich rufen laſſen...“
„Nun?“ fragte Albert.


