Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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1185

Und ſehen Sie, rief Beauchamp,mit einem Hemdkragen über die Cravatte, offnem Rock und einer weißen Weſte, weshalb hat er ſich nicht lieber einen ſchwarzen Punkt auf die Bruſt zeichnen laſſen, das würde noch einfacher geweſen ſein..

Während deſſen hatte Albert die fünf jungen Lente erreicht, ſprang vom Pferde und warf ſeinem Diener den Zügel zu.

Albert trat zu der Gruppe.

Er war ſehr bleich, ſeine Augen waren roth und geſchwollen. Man ſah, er hatte in der ganzen Nacht keine Secunde geſchlafen.

Der Ausdruck ſeines Geſichts war ſehr ernſt und traurig, ganz gegen ſeine Gewohnheit.

Dank, meine Herren, begann er,daß Sie die Güte gehabt haben, meinen Wünſchen nachzukommen; glauben Sie mir, daß ich Ihnen für dieſen Beweis der Freundſchaft ſehr dankbar bin.

Morrel war, als Morcerf kam, etwas zur Seite getreten.

Auch Sie hier, Herr Capitain, ſagte Albert,Dank, tau⸗ ſend Dank. Kommen Sie doch näher, ich bitte ſehr.

Mein Herr, ſprach Maximilian,Sie wiſſen vielleicht nicht, daß ich der Zeuge des Herrn Grafen von Monte⸗Chriſto bin?

Ich wußte es nicht gewiß, glaubte es jedoch faſt. Deſto

beſſer! je mehr Ehrenmänner hier ſind, deſto befriedigter werde

ich ſein.

Herr Morrel, ſagte Chateau⸗Renaud,Sie können den Herrn Grafen von Monte⸗Chriſto benachrichtigen, daß Herr von Morcerf angelangt iſt, und daß wir uns zu ſeiner Verfügung ſtellen..

Morrel machte eine Bewegung, um ſich dieſer Commiſon zu entledigen.

Beauchamp holte das Piſtolenkäſtchen aus dem Wagen.

Warten Sie, meine Herren, rief Albert,ich habe dem Herrn Grafen von Monte⸗Chriſto zwei Worte zu ſagen.

Ihm allein? fragte Morrel.

Nein, mein Herr, in Ihrer Aller Gegenwart.

Alberts Zeugen wechſelten einen beſtürzten Blick, Franz und Dobray ſprachen einige Worte leiſe mit einander, während Morrel, glücklich über dieſen unerwarteten Vorfall, zu dem Grafen eilte, der mit Emanuel in einer Seiten⸗Allee auf und ab ging.

Der Graf von Monte⸗Chriſto. 75