„Wir haben dieſe Feinheit Seitens des Grafen vorhergeſehen, Herr Capitäin,“ entgegnete Beauchamp,„und ich habe deshalb Piſtolen mitgebracht, die ich vor acht bis zehn Tagen kaufte, weil ich ſie bei einer ähnlichen Gelegenheit nöthig zu haben glaubte. Sie ſind noch vollſtändig neu, wollen Sie dieſelben nachſehen?“ „O, Herr Beauchamp,“ rief Morrel, ſich verbeugend,„Sie werden hoffentlich überzeugt ſein, daß es mir genügt, wenn Sie mich verſichern, daß Herr von Morcerf dieſe Waffen nicht kennt?“ „Meine Herren,“ rief Chateau⸗Renaud,„es war nicht Morcerf, der in dieſem Wagen kam, meiner Treu, es iſt Franz und Dobray.“ Wirklich kamen die Genannten raſchen Schrittes näher. „Sie hier, meine Herren,“ rief Chateau⸗Renaud, ihnen die Hand reichend,„und durch welchen Zufall?“
„Auf Alberts Veranlaſſung, der uns dieſen Morgen darum bitten ließ,“ ſagte Dobray. Beauchamp und Chateau⸗Renaud ſahen einander überraſcht an. „Meine Herren,“ ſprach Morrel,„ich glaube zu verſtehen.“
„Nun? nun?“ „Geſtern Nachmittag erhielt ich einen Brief von Herrn von Morcerf, mit der Bitte, am Abend in der Oper zu ſein.“
„Ich auch,“ ſagte Dobray.
„Und ich gleichfalls,“ rief Franz. p 1 „Auch wir,“ ſagten Beauchamp und Chateau⸗Renaud. 1 „Er„wollte alſo, daß wir bei der Herausforderung zugegen
wären,“ fuhr Morrel fort,„Rer will auch, daß wir bei dem Kampfe zugegen ſind.“
„Ja, Herr Capitain, ſo wird es ſein,“ riefen die jungen Leute,„aller Wahrſcheinlichkeit nach haben Sie recht gerathen.“
„Aber bei alle dem,“ murmelte Chateau⸗Renaud,„Alberti kommt nicht, ſchon zehn Minuten über die feſtgeſetzte Zeit ſind verfloſſen.“
„Da iſt er,“ rief Beauchamp,„aber zu Pferde, ſein Diener folgt ihm.“
„Welche Unvorſichtigkeit,“ ſagte Chateau⸗Renaud,„zu Pferde zu kommen, wenn man ſich auf Piſtolen ſchießen will, und ich hatte 4 ihn ſo gut unterrichtet!“
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