Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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Ach, rief Monte⸗Chriſto ſeufzend,wieder eine getäuſchte Hoffnung.

Arme Haydée! murmelte er dann..

Wahrhaftig, Graf, rief Morrel,kennte ich Sie weniger, würde ich Sie für minder tapfer halten, als Sie wirklich ſind.

Weil ich an Jemand denke, den ich zu verlaſſen im Begriff bin, und ſeufze! Ei, Morrel, ſollte ein Soldat den Muth nicht

beſſer zu würdigen wiſſen! Bedauere ich etwa das Leben? Kann

mich der Tod ängſtigen? Mich, der ich zwanzig Jahre zwiſchen Tod und Leben geſchwebt habe. Beruhigen Sie ſich, Freund, Sie allein haben dieſe Schwäche geſehen, wenn es wirklich eine Schwäche war. Ich weiß, daß die Welt ein Salon iſt, den man fein und nobel verlaſſen muß, d. h. grüßend und ſeine Spielſchulden bezahlend.

So iſt es recht, rief Morrel,ſo muß man ſprechen. Aber apropos, haben Sie Ihre Waffen bei ſich?

Ich? wozu das? Ich hoffe, die Herren werden die ihrigen bei

ſich haben.

Ich werde mich darnach erkundigen, ſagte Morrel.

Gut, aber keine Unterhandlungen, hören Sie wohl?

O, ſeien Sie unbeſorgt.

Morrel näherte ſich Beauchamp und Chateau⸗Renaud, die ihm ihrerſeits auch entgegen kamen.

Die drei jungen Leute grüßten einander, wenn auch nicht herz⸗ lich, doch höflich.

Verzeihung, meine Herren, begann Morrel,aber ich ſehe Herrn von Morcerf nicht?

Er hat uns dieſen Morgen wiſſen laſſen, antwortete Cha⸗ teau⸗Renaud,daß wir ihn hier erwarten möchten.

Ah! ſagte Morrel.

Beauchamp ſah nach der Uhr.

Noch iſt keine Zeit verloren, Herr Morrel, ſagte er.

O, entgegnete Maximilian,deshalb ſagte ich es nicht.

Um ſo beſſer, unterbrach ihn Chateau⸗Renaud,da iſt übrigens ein Wagen.

Wirklich kam eine Equipage im vollen Galopp näher.

Meine Herren, ſagte Morrel,jedenfalls ſind Sie mit Piſto⸗ len verſehen, Herr von Monte⸗Chriſto hat dem Rechte entſagt

ſich der ſeinigen zu bedienen.