Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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1181

Bei jedem Schuſſe ward Morrel bleicher.

Er unterſuchte die Kugeln, mit denen der Graf dieſes Meiſter⸗ werk vollführt hatte, und er ſah, daß ſie nicht größer waren als Rehſchrot.

Ach ſieh, Emanuel, rief er,das iſt entſetzlich.

Dann wandte er ſich zu Monte⸗Chriſto.

Graf, ſprach er,in des Himmels Namen, tödten Sie Albert nicht, der Unglückliche hat eine Mutter.

Das iſt richtig, und ich habe keine.

Dieſe Worte waren in einem Tone geſprochen, vor dem Morrel ſchauderte.

Sie ſind der Beleidigte, Graf!

Gewiß, was wollen Sie damit ſagen?

Ich will ſagen, daß Sie den erſten Schuß haben.

Ich habe den erſten Schuß?

Ja. Das habe ich endlich errungen.

Und auf wie viel Schritte?

Auf zwanzig.

Ein entſetzliches Lächeln glitt über das Antlitz des Grafen.

Morrel, ſprach er,vergeſſen Sie nie, was Sie eben ge⸗ ſehen haben.

Ach, ſagte der junge Mann,um Albert zu retten, rechne ich ganz allein auf Ihre Bewegung.

Ich bewegt? ſagte Monte⸗Chriſto.

Oder auf Ihre Großmuth, mein Freund; ja, Ihnen kann ich ſagen, was bei jedem Andern lächerlich ſein würde.

Nun?

Zerſchmettern Sie ihm einen Arm, verwunden Sie ihn, aber

tödten Sie ihn nicht.

Morrel, hören Sie noch dies, ſagte der Graf,es bedarf dieſer Bitte nicht, Herr von Morcerf wird mit ſeinen beiden Freunden

ganz ruhig den Platz verlaſſen, während ich...

Nun? während Sie?

O, das iſt etwas Anderes, man wird mich forttragen.

Mein Gott! rief Morrel außer ſich.

Es iſt, wie ich Ihnen ſage, meine Herren, Morcerf wird mich tödten.

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Q.O.n