Teil eines Werkes 
5 (1870)
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„Daß ſoll heißen,“ entgegnete Monte⸗Chriſto lachend,„daß Sie wahrſcheinlich zuſammen Mittag gegeſſen haben. Ich bin er⸗ freut, Herr Beauchamp, zu ſehen, daß Sie mäßiger geweſen ſind als er.“

„Herr Graf,“ ſagte der Journaliſt,„Albert, ich geſtehe, hat das Unrecht begangen, ſich vom Augenblicke hinreißen zu laſſen, und ich komme auf meine eigene Hand, Sie um Entſchuldigung zu bitten. Nun, da das abgethan iſt, da ich, hören Sie wohl, ich mich entſchuldigt habe, erkläre ich Ihnen, Herr Graf, daß ich Sie für einen viel zu feinen Mann halte, als daß Sie mir einige Aufklärungen über die Beziehung, in welcher Sie in dieſer Ange⸗ legenheit zu Janina ſtehen, verweigern könnten. Dann werde ich zwei Worte über die junge Griechin hinzufügen.“

Monte⸗Chriſto gebot mit Augen und Lippen Stillſchweigen.

„Ach,“ rief er lachend,„alle meine Hoffnungen ſind zerſtört.“

„Wie ſo?“ fragte Beauchamp.

„Ohne Zweifel; Sie beeilen ſich, mir den Ruf eines excen⸗ triſchen Mannes zu verſchaffen, Ihrer Meinung nach, bin ich ein Lara, ein Manfred, ein Lord Ruthven, nun, der Augenblick, mich excentriſch zu ſehen, iſt vorüber; Sie verderben Ihr Vorbild, wollen, daß ich gewöhnlich, gemein werde, verlangen Erklärungen, kurz— Sie wollen über mich lachen, mein Herr!“

„Indeſſen,“ entgegnete Beauchamp mit Würde,„es giebt Ge⸗ legenheiten, in denen die Rechtlichkeit gebietet

„Mein Herr,“ unterbrach ihn der ſonderbare Mann,„wer dem Grafen v. Monte⸗Chriſto gebietet, das iſt der Graf v. Monte⸗ Chriſto. Alſo kein Wort weiter, wenn es Ihnen gefällig iſt. Ich thue ſtets was ich will Herr Beauchamp, und, glauben Sie mir das iſt ſtets das Rechte.“

„Herr Graf,“ entgegnete der Journaliſt,„anſtändige Leute bezahlt man nicht mit ſolcher Münze, die Ehre bedarf einer Garantie.“

„Ich bin eine lebende Garantie,“ ſagte Monte⸗Chriſto kalt, während ſeine Augen drohend Blitzen glichen.„Wir haben Beide Blut in den Adern, das wir zu vergießen wünſchen! Das iſt unſere gegenſeitige Garantie. Bringen Sie dem Vicomte dieſe Antwort, und ſagen Sie ihm, daß ich morgen früh vor zehn Uhr

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