Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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dies Beides konnte unſer Freund denken, und Beides war gleich troſtlos für ihn. Plötzlich durchzuckte ihn der Gedanke, die Angſt könne ſeine Valentine während der Flucht ihrer Kräfte beraubt haben und ſie liege ohnmächtig in einer der Alleen des Gartens. O wenn es ſo wäre, ſchrie er, mit der Schnelligkeit des d Zllitzes die Leiter erklimmend,o Gott, und ich zögerte... Der Dämon, welcher ihm dieſen Gedanken zugeflüſtert hatte, eid verließ ihn nicht, ſondern machte, daß ſeine Zweifel ſich nach Ver⸗ tte lauf weniger Minuten in Gewißheit verwandelten. Seine Augen ſuchten die ſchwarze Nacht zu durchdringen, um unter den Bäumen

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ſe, b wagte endlich, fogar zu rufen, und es ſchien ihm, als trüge der Wind

6 den einzigen Gegenſtand zu entdecken, den ſie ſuchten. Morrel eine unarticulirte Klage bis zu ihm herüber.

her Endlich konnte er nicht länger warten, ſeine Gedanken waren n. zu mannigfach, ſeine Schläfe klopften fieberiſch, ſeine Augen waren 1 faſt erloſchen vom angeſtrengten Suchen. Ein Sprung und er 5 war im Garten.

1 So war er faſt wie ein Dieb bei Villefort eingedrungen, aber t obgleich er alle möglichen Folgen bedachte, war doch jetzt nicht die

Zeit zu beben und zu wanken.

6 Er ging langſam und vorſichtig vorwärts, die Allee entlang, eS und ſtand bald vor dem Hauſe, deſſen Mauern ſein einziges Gut, r ſein Alles umſchloſſn. k Nun überzeugte ſich Morrel von der Richtigkeit ſeiner vorher

gemachten Bemerkung, daß das Gebäude trübe vor ihm lag, ſtatt . ſo glänzend erleuchtet zu ſein, als es eine große Feierlichkeit ver⸗ muthen läßt.

Ein verlorenes Licht erhellte von Zeit zu Zeit ſchwach die d1 Fenſter des erſten Stockwerks. Dort lagen die Gemächer der Frau 8 von Saint⸗Méran.

Ein anderes Licht blieb unbeweglich hinter den rothen Vor⸗ bhbheängen; es war Frau von Villefort's Schlafzimmkr.

m Morrel errieth das Alles. Er kannte die Einrichtung dieſes n⸗ nie geſehenen Hauſes, weil er ſich Valentine zu jeder Tageszeit i

gedacht hatte, ſo groß iſt der Inſtinkt der Liebe. 8