Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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Valentine, ſtatt der gefürchteten Verzweiflung erwartet uns Glück,

reines, himmliſches Glück. O ſieh', mein Maximilian, wie groß Deine Macht über mich iſt; ich glaube faſt das, was Du mir ſagſt, und doch iſt es undenk⸗

bar. Denn mein Vater wird mir fluchen, ich kenne ſeinen unbeug⸗

ſamen Sinn, er wird mir nie verzeihen. Hören Sie mich, Morrel, wenn nun durch Zufall, oder Gott weiß wodurch, kurz, durch irgend ein Mittel die Vermählung aufgeſchoben würde, nicht wahr, dann warteten Sie?

Ja, ich ſchwöre es, wenn Sie mir ſchwören, daß dieſe ent⸗ ſetzliche Heirath nie vollzogen werden ſoll, und daß Sie Nein ſagen wollen, wenn man Sie vor die Mairie und den Prieſter ſchleppt. Wollen Sie?.

Ja, ich ſchwöre es Dir, Maximilian, bei dem Heiligſten, was ich auf der Welt habe, bei dem Namen meiner Mutter.

Warten wir alſo, ſagte Morrel.

Ja, warten wir, ſagte Valentine leichter athmend,es giebt ja ſo Vielerlei, was Unglückliche, wie wir es ſind, retten kann.

Ich verlaſſe mich alſo auf Sie, rief Morrel,Alles, was Sie thun, wird gut ſein, und wenn Ihre Angehörigen dennoch auff dieſer Verbindung mit Herrn von Epinay beſtehen?...

Dann haben Sie mein Wort, Morrel.

Statt zu unterzeichnen...

Komme ich zu Ihnen und wir fliehen zuſammen. Aber nun fort, wir wollen nicht Gott verſuchen und uns bis dahin nicht mehr ſprechen; denn es iſt faſt ein Wunder, daß wir hier noch nicht über⸗ raſcht wurden; ach, und wüßte man, wie wir uns ſehen, ſo ginge ja unſere einzige Hilfsquelle verloren.

Sie haben Recht, Valentine, aber wie ſoll ich erfahren...

Durch den Notar, Herrn Deschamps.

Ich kenne ihn.

und durch mich ſelbſt. Glauben Sie denn nicht, daß ich Ihnen ſchreiben werde? Mein Gott, dieſe Heirath iſt mir eben ſo verhaßt, als Ihnen, Morrel.

O Dank, meine angebetete Valentine, rief Morrel.Es ſei, kommt es alſo, wie wir fürchten, ſo erwarte ich Sie hier, Sie fliegen in meine Arme, ein Wagen erwartet uns an der Umzäunung,

genä preßte liche

entre