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„Und widerſtrebt er der Verbindung mit der Enkelin eines Jacobiners nicht?“
„Unſere bürgerlichen Spaltungen ſind glücklicherweiſe erloſchen, liebe Mutter,“ entgegnete Villefort;„bei dem Tode ſeines Vaters war Herr von Epinay faſt noch Kind, er kennt meinen Vater kaum, und wird ihn, wenn nicht mit Vergnügen, doch mit Gleichgiltigkeit wiederſehen.“
„Iſt es eine vortheilhafte Partie?“
„In jeder Hinſicht.“
„Der junge Mann?“
„Erfreut ſich der allgemeinen Achtung.“
„Er iſt angenehm.“
„Einer der ausgezeichnetſten jungen Männer, die ich kenne.“
Valentine hatte dieſer ganzen Unterredung lautlos beigewohnt.
„Nun wohl,“ ſagte Frau von Saint⸗Méran nach einigen Augen⸗ blicken der Ueberlegung,„laſſen Sie uns die Angelegenheit beſchleu⸗ nigen, denn wir haben nur noch kurze Zeit zu leben.“
„Sie gnädige Frau, Sie theure Großmama,“ riefen Villefort
und Valentine zugleich.
„Ich weiß, was ich ſage,“ entgegnete die Marquiſe,„dieſe Heirath muß beeilt werden, damit das arme, mutterloſe Kind we⸗ nigſtens den Segen ſeiner alten Großmutter nicht entbehrt. Ich bin die Einzige, nur ich blieb ihr von Seiten meiner armen Renee, die Sie, mein Herr, ſo bald vergeſſen haben.“
„Ach, gnädige Frau,“ rief Villefort,„Sie vergeſſen, daß ich dieſem armen, verwaiſ'ten Kinde eine Mutter geben mußte!“
„Eine Stiefmutter iſt niemals eine Mutter, mein Herr. Aber darum handelt ſich's jetzt nicht, laſſen wir die Todten ruhen und ſprechen lieber von Valentine's Zukunft.“
Dies Alles war ſo ſchnell und mit ſo ſonderbarem Ausdruck geſprochen, daß es faſt wie der Anfang von Irrereden ſchien.
„Ihre Wünſche ſollen erfüllt werden,“ erwiderte Villefort, um ſo mehr, da ſie ganz mit den meinigen übereinſtimmen, und ſobald Herr von Epinay hier anlangt...“
„Meine gute Großmutter,“ rief Valentine,„ſollte nicht unſere tiefe Trauer einen Aufſchub erfordern... wollen Sie unter ſo trau⸗ rigen Auſpicien eine Heirath ſchließen?“
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