Teil eines Werkes 
5 (1870)
Entstehung
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Ja, ja, rief ſie,Du willſt ſagen, daß ich immer einen guten Großvater habe, nicht wahr?

Der Greis machte ein Zeichen, daß ſein Blick in der That dies habe ſagen wollen.

Ach glücklicherweiſe, rief Valentine.O mein Gott, was ſollte ſonſt aus mir werden. 7

Es war ein Uhr Morgens. Barrois, der wohl ſelbſt Neigung zum Schlaf verſpüren mochte, machte die Bemerkung, daß wohl ein Jeder der Ruhe bedürfen werde. Der Greis wollte nicht ſagen, daß ſeine Ruhe darin beſtand, das geliebte Kind zu ſehen, und verabſchiedete Valentine, die durch Schmerz und Ermüdung wirklich leidend ausſah.

Als ſie den andern Morgen ihre Großmutter begrüßt, fand ſie die alte Marquiſe durchaus nicht wohler, ein fremdartiges Feuer glühte in ihren Augen, der ganze Körper ſchien einer heftigen Ner⸗ venerſchütterung zu unterliegen.

, mein Gott, theure Großmama, leiden Sie ſehr? rief Valentine ängſtlich.

Nein, mein liebes Kind, nein, aber ich habe Dich mit Un⸗ geduld erwartet, damit Du Deinen Vater rufen mögeſt.

Meinen Vater? fragte Valentine unruhig.

Ja, ich will ihn ſprechen.

Valentine wagte ſich dem Wunſche ihrer Großmutter nicht zu widerſetzen, zumal da ſie die Urſachen deſſelben nicht kannte. Wenige Minuten ſpäter trat Villefort ein.

Herr Sohn, ſagte Frau von Saint Méran ohne weitere Um⸗ ſchweife, und als hätte ſie befürchtet, zu viel Zeit zu verlieren, haben Sie mir nicht von einem Heirathsproject für unſer liebes Kind geſchrieben?

Ja, gnädige Frau, und es iſt nicht nur Project, ſondern feſt beſchloſſen.

Ihr Schwiegerſohn heißt Herr Franz von Epinay?

So iſt es.

Iſt das der Sohn des Generals Epinay, der zu den Unſrigen gehörte, und einige Tage vor der Zurückkunft des Uſurpators von Elba getödtet wurde?

Ja. 4