vigens
ondern
weiſe
heilger emacht, außer⸗ t ſind
Ehren⸗
r, daß denen,
wohl
„Herr Abbé, glauben Sie, daß der Graf von Monte⸗Chriſto,
kehe er nach Paris kam, ſchon in Frankreich war?“
„Das kann ich beſtimmt verneinen. Vor ſechs Monaten wandte
er ſich an mich mit der Bitte um eine Auskunft, die ich nun aber
nicht geben konnte, weil ich nicht wußte, ob ich bald wieder hier ſein würde, und deshalb wies ich ihn an Herrn Cavalcanti.“ „Andrea?“ „Nein, Bartolomeo, den Vater.“ „Sehr gut, mein Herr; jetzt bleibt mir noch eine Frage, die
ich Sie bitte, mir im Namen Gottes und der Religion aufrichtig
zu beantworten.“ „Sprechen Sie.“ „Wiſſen Sie, zu welchem Zwecke der Graf ein Haus in Auteuil
gekauft hat?“
„Ganz genau, denn er hat es mir geſagt.“
„Nun alſo, mein Herr?“
„Er will ein Hoſpital darin gründen, dem des Baron von Piſani zu Palermo ähnlich. Kennen Sie dieſes Hoſ ſpitalen
„Dem Rufe nach, mein Herr.“
„O das iſt eine ſegensreiche Stiftung.“
Und der Abbé grüßte den Fremden auf eine Weiſe, die zu verſtehen gab, daß er ſeine unterbrochene Arbeit nicht gerade ungern wieder aufnehmen würde.
Sei es, daß ſeine Abſicht verſtanden wurde, ſei es, daß der Fremde mit ſeinen Fragen zu Ende war, genug, er erhob ſich. Der
Abbé geleitete ihn bis an die Thür.
„Sie geben große Almoſen, Herr Abbé, und obgleich Sie ver⸗ mögend ſein ſollen, wage ich es dennoch, Ihnen eine kleine Summe für Ihre Armen anzubieten; werden Sie meine Gabe nicht ver⸗ ſchmähen?“
„Dank, mein Herr, aber gerade das iſt meine ſchwache Seite,
daß ich das Gute, was ich thue, nur mir allein zu verdanken
haben will.“ „Aber ich dächte.. „Verzeihen Sie, das 5 mein unabänderlicher Beſchluß. Aber
ſuchen Sie, und Sie werden finden. Ach glauben Sie mir, der Reeiche kann manche Thräne ſtillen, wenn er nur will.“


