„Ich glaube, daß er gedient hat.“
„Unter welcher Truppengattung?“
„Er war in Seedienſten.“
„Ah, Sie ſind ſein Beichtvater?“
„O nein, mein Herr, ich glaube, er iſt Lutheraner.“
„Wie, Lutheraner?“
„Ich ſagte, ich glaube es, behaupten kann ich es nicht. Uebrigens denke ich, beſteht Glaubensfreiheit in Frankreich.“
„Gewiß beſchäftigt ſein Glaube uns ganz und gar nicht, ſondern der Herr Polizei⸗Präfect wünſcht nur Auskunft über die Lebensweiſe des Grafen zu haben.“
„Er gilt für einen ſehr wohlthätigen Mann. Unſer heiliger Vater der Papſt hat ihn zum Ritter des Chriſtus⸗Ordens gemacht, eine Gunſt, welche er ſonſt nur Prinzen gewährt. Die außer⸗ ordentlich wohlthätigen Handlungen des Grafen im Orient ſind jedoch ſo anerkannt worden, daß er fünf oder ſechs große Ehren⸗ zeichen dafür erhalten hat.“
„Und er trägt ſie?“
„Nein, aber er iſt ſtolz darauf. Er ſagt, er liebt es mehr, daß man den Wohlthätern der Menſchen Erkenntlichkeit erweiſt, als denen, welche die Menſchen zerſtören.“
„Ach, dann iſt dieſer Graf wohl ein Quäker?“
„Ja, aber ohne den großen Hut und das braune Gewand, wohl
verſtanden.“
„Kennt man Freunde von ihm?“
„Ja, denn wer ihn kennt, iſt auch ſein Freund.“
„Aber er hat doch einige Freunde?“
„Nur einen.“
„Und der iſt?“
„Lord Wilmore.“
„Und lebt?“
„Jetzt in Paris.“
„Können Sie mir etwa über dieſen nähere Auskunft geben?“
„Gern. Er war mit Zaccone zugleich in Indien.“
„Wiſſen Sie, wo er wohnt?“
„In der Chauſſee d'Antin, aber ich vergaß Straße und Nummer.“
Piſani 6
u verſteh wieder S Fremde Abbé
„
mögen für I ſhmäh daß ie haben
9
ſuchen Reiche


