Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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Die Herren begrüßten ſich nochmals und der Fremde verließ das Haus.

Der Wagen fuhr in die Wohnung des königlichen Procurators.

Eine Stunde ſpäter ſah man denſelben Wagen die Richtung nach der Straße Fogtaine⸗Saint⸗Georges einſchlagen, bei Nr. 5 hielt er an, dort wohnte Lord Wilmore.

Der Fremde hatte den Engländer um eine Unterredung gebeten, und dieſer ſie um 10 Uhr zugeſagt. Als nun der Abgeſandte des Präfecten zehn Minuten vor der beſtimmten Zeit eintraf, ward ihm zur Antwort, daß der Lord noch nicht zurück, jedoch ſo ungemein pünktlich ſei, daß er ſich gewiß nicht verſpäten werde.

Dann ward der Fremde in einen Saal geführt, der durchaus nichts beſonders Bemerkenswerthes hatte. Ein Kamin mit zwei feinen Porzellanvaſen, eine Uhr mit einem Amor, ein Spiegel mit zwei Stücken, an jeder Seite des Spiegels ein Kupferſtich, der eine Homer ſeinen Führer tragend, der andere den um Almoſen bittenden Beliſar darſtellend, eine graue Tapete, Meubels mit roth und ſchwarzem Tuche bezogen, ſo war der Saal des Lords.

Er war nur matt durch Glocken und Milchglas erleuchtet und ſchien genau für die ſchwachen Augen des Abgeſandten eingerichtet zu ſein.

Bei dem fünften Schlage der Uhr öffnete ſich die Thür, der Lord trat ein.

Man konnte ihn eher groß als klein nennen, ſein Teint war ſehr weiß, ſein Bart ſpärlich und röthlich, ſeine blonden Haare fingen an ſich grau zu färben.

Der Engländer war durchaus nicht zu verkennen. Der Rock des Lords war blau, mit goldenen Knöpfen und hohem geſteppten Kragen, wie man ihn 1811 trug. Die Weſte war von weißem Kaſimir, die Nanking⸗Beinkleider mindeſtens um drei Daumen breit zu kurz, und würden ohne Bügel von demſelben Stoffe ſich bis zu den Knieen hinaufgezogen haben.

Sein erſtes Wort war:

Sie wiſſen, mein Herr, daß ich nicht franzöſiſch ſpreche.

Ich weiß wenigſtens, daß Sie dieſe Sprache nicht gern reden, antwortete der Abgeſandte des Präfecten.