Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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langte nicht im Geringſten gegen meine Pflicht und mein Gewiſſen ſpricht. Ich bin Prieſter, mein Herr, und die Geheimniſſe der Beichte zum Beiſpiel, müſſen zwiſchen mir und der Gerechtigkeit Gottes bleiben, und nicht zwiſchen mir und der menſchlichen Gerechtigkeit.

O ſeien Sie unbeſorgt, Herr Abbé, ſagte der Fremde,wir werden Ihr Gewiſſen nicht compromittiren.

Bei dieſen Worten des Fremden drehte der Abbé die Lampe ſo, daß das ganze Licht auf das Geſicht dieſes Mannes fiel, während er ſelbſt im Schatten blieb.

Verzeihung, mein Herr Abbé, rief der Agent des Polizei⸗ Präfecten, aber meine Augen vertragen ſo blendendes Licht nicht.

Sogleich herrſchte die vorige Dämmerung.

Jetzt, mein Herr, höre ich. Sprechen Sie.

Kommen wir alſo zur Sache. Kennen Sie den Herrn Grafen von Monte⸗Chriſto.

Ach, ich vermuthe, Sie ſprechen von Herrn Zaccone?

Zaccone!... Nennt er ſich nicht Monte⸗Chriſto?

Das iſt der Name eines Gutes oder vielmehr Felſens, jedoch kein Familienname.

Nun gut, ſei's, ſtreiten wir nicht über Namen, und wenn der Graf von Monte⸗Chriſto und Herr Zaccone ein und dieſelbe Per⸗ ſon iſt...

Dieſelbe.

So ſprechen wir von Herrn Zaccone.

Gut.

Ich frage, kennen Sie ihn?

Genau.

Wer iſt er?.

Der Sohn eines reichen Rheders auf Malta.

Ja, ich weiß, daß man ſo ſagt, aber iſt dem auch ſo? Sie werden begreifen, daß die Polizei ſich nicht mit dem: man ſagt ſo, begnügen kann.

Indeſſen, ensgegnete der Abbé, freundlich lächelnd,wenn das: man ſagt ſo, die Wahrheit iſt, muß ein Jeder, alſo auch die Polizei, ſich damit begnügen.

Aber ſind Sie von dem, was ſie ſagen, überzeugt?

Wie! ob ich davon überzeugt bin?