Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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demſelben Wagen an das kleine Haus, klopfte an und ward ein⸗ gelaſſen.

An dem achtungsvollen Betragen des Bedienten merkte der Fremde, daß ſein Brief die gewünſchte Wirkung gehabt hatte.

Der Herr Abbé Buſoni zu ſprechen? fragte er.

Ja, er arbeitet in ſeiner Bibliothek, erwartet jedoch den Herrn, entgegnete der Diener.

Der Fremde trat ein und fand den Abbé vor einem ſtark er⸗

leuchteten Tiſche ſitzend, während das übrige Zimmer nur matt er⸗ hellt war. Buſoni war in das Gewand eines Geiſttlichen gekleidet,

eine Kaputze bedeckte den ganzen Kopf.

Habe ich die Ehre, Herrn Buſoni zu ſprechen? fragte der Fremde.

Ja, mein Herr, und Sie ſind es, den mir Herr von Boville,

der ehemalige Inſpector der Gefängniſſe, Seitens des Herrn Polizei⸗

Präfecten ſchickt?

Ganz recht, mein Herr.

Einer der Agenten der Pariſer Sicherheitspolizei?

Zu dienen, entgegnete der Fremde zögernd und etwas erröthend.

Der Abbé rückte ſeine große, nicht nur die Augen, ſondern auch die Schläfe bedeckende Brille, nahm ſeinen Platz wieder ein, und bat auch den Fremden, ſich zu ſetzen.

Ich höre, mein Herr, ſagte er dann mit unverkennbar italie⸗ niſchem Accent.

Die Sendung, mit der ich beauftragt worden bin, mein Herr,

begann der Fremde, und legte auf jedes einzelne Wort einen ge⸗

wiſſen Nachdruck,iſt eine Sendung des Vertrauens für den, der ſie erfüllt, und für den, bei dem er ſie erfüllt hat.

Der Abbé verbeugte ſich.

Ja, fuhr der Fremde fort,Ihre Redlichkeit, mein Herr,

iſt ſo bekannt, wie der Herr Polizei⸗Präfect ſagt, daß er von Ihnen Aufſchluß über eine Angelegenheit zu haben wünſcht, die dieſe Be⸗

hörde ſehr intereſſirt. Und wir hoffen, Herr Abbé, daß weder die Bande der Freundſchaft noch menſchliche Beweggründe Sie vermögen

werden, der Juſtiz die Wahrheit zu verheimlichen.

Unter der Bedingung, mein Herr, daß das von Ihnen Ver⸗