—————
11* : 1 1 3 4
„Ich danke, daß Sie mich vorbereitet haben,“ ſagte der Graf lachend,„ich werde meine Maßregeln nehmen, dieſen Vorausſetzungen
Stand halten zu können.“
„Alſo Sie kommen Sonnabend?“
„Weil Frau von Morcerf es wünſcht.“
„Sie ſind ſehr liebenswürdig.“
„Und Herr Danglars?“
„O der hat eine dreifache Einladung erhalten, mein Vater hat es übernommen. Wir hofften auch Herrn von Villefort, den wichtigen Mann, bei uns zu ſehen, verzweifeln jedoch....“
„Man muß niemals verzweifeln.“
„Tanzen Sie, lieber Graf?“
„Ich?“
„Ja Sie! Mein Gott, wäre denn das ſo ſonderbar?“
„Ach wirklich, wenn man die Vierzig überſchritten hat. Nein,
ich tanze nicht, ſehe jedoch gern tanzen. Und tanzt Frau von
Morcerf?“
„Niemals, Sie ſcherzen, ſie wünſcht ſich mit Ihnen zu unter⸗ halten.“
„Wahrhaftig?“
„Mein Ehrenwort. Und ich verſichere Sie, daß Sie der erſte
Mann ſind, für den meine Mutter dieſe Neugierde an den Tag
gelegt hat.“ Albert nahm ſeinen Hut und der Graf geleitete ihn bis zur Thür. „Ich mache mir einen Vorwurf,“ ſagte er plötzlich. „Welchen?“ „Ich war unbeſcheiden, und durfte nicht ſo gegen Sie von
Herrn Danglars ſprechen.“
„Im Gegentheil, ſprechen Sie oft, ſprechen Sie immer mit mir von ihm in derſelben Weiſe.“ „Gut, Sie beruhigen mich; aber wann kommt doch Herr von Epinay?“ „Späteſtens in fünf bis ſechs Tagen.“ „Und wann verheirathet er ſich?“ „Gleich nach der Ankunft des Herrn und der Frau von Saint⸗
Mran.“
„Führen Sie iin doch bald zu mir. Obgleich Sie vorausſetzen,


