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„Nein, ich habe ihn vor vier Tagen zum erſten Male geſehen, und ſtehe nicht für ihn.“
„Aber Sie empfangen ihn, nicht wahr?“
„Ich, ja, das iſt etwas Anderes, er iſt mir durch einen guten Abbé empfohlen, der jedoch ſelbſt betrogen ſein kann. Laden Sie ihn ſelbſt ein, aber bitten Sie mich nicht, daß ich ihn vorſtelle; wenn er ſpäter Fräulein Danglars heirathet, würden Sie mich der Schliche zeihen, und wir müßten einander die Hälſe brechen. Uebrigens weiß ich noch nicht, ob ich ſelbſt da ſein werde.“
„Wo?“
„Auf Ihrem Balle.“
„Mein Gott, weshalb nicht?“
„Nun zuerſt, weil ich noch nicht eingeladen bin.“
„Ich komme expreß, um Ihnen ſelbſt die Einladung zu bringen.“
„Ach das iſt zu gütig, aber ich werde verhindert ſein.“
„Wenn ich Ihnen etwas geſagt habe, werden Sie liebenswürdig genug ſein, uns allen Ihre Verhinderungen zu opfern.“
„Nun?“
„Meine Mutter läßt ſie dringend bitten.“
„Die Frau Gräfin von Morcerf?“ rief Monte⸗Chriſto zitternd.
„Ach, Graf,“ ſagte Albert,„ich ſagte Ihnen ſchon, daß meine Mutter über Manches mit mir ſpricht; und wenn Sie in ſich dieſe ſympathetiſchen Fibern ſich nicht haben regen gefühlt, von denen ich vorhin ſprach, ſo fehlen ſie Ihnen ganz, denn ſeit vier Tagen redeten wir nur von Ihnen.“
„Von mir? Sie ſind zu gütig.“
„Ja, das iſt das Privilegium aller lebenden Räthſel.“
„Ach! Alſo auch für Ihre Frau Mutter bin ich ein Räthſel? Wahrhaftig, ich hätte ſie für viel zu vernünftig gehalten, als ſich ſolchen Spielen der Einbildung zu überlaſſen.“
„Ja, mein lieber Graf, Räthſel für meine Mutter, wie für uns Alle, anerkanntes, aber nicht errathenes Räthſel. Meine Mutter begreift Ihre Jugend nicht. Ich glaube, während die Gräfin G... Sie für Lord Ruthven hielt, glaubt meine Mutter Caglioſtro oder den Saint⸗Germain in Ihnen zu ſehen. Und Ihr erſter Beſuch be⸗ ſtärkte meine Mutter in ihrer Meinung. Es iſt auch natürlich, denn Sie haben den Stein der Weiſen des Einen und den Geiſt des Andern.“
z übern Mann,
von ihr „( Epinay


