Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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Neuigkeiten? Das fragen Sie mich, einen Fremden?

Wenn ich nach Neuigkeiten frage, ſo meine ich damit, ob Sie etwas für mich gethan haben?.

Hatten Sie mich denn mit irgend einem Auftrage beehrt?

fragte Monte⸗Chriſto, den Aengſtlichen ſpielend.

Ach gehen Sie, rief Albert,ſpielen Sie nicht den Un⸗ wiſſenden, es giebt ſympathetiſche Nachrichten, denen keine Entfernung zu groß iſt. In Treport bekam ich einen ſolchen electriſchen Schlag, und weiß, daß Sie, wenn auch nicht für mich gearbeitet, doch an mich gedacht haben.

Das iſt unmöglich, ſagte der Graf,ich habe wirklich an Sie gedacht, aber der magnetiſche Strom, deſſen Leiter ich war, handelte, ich geſtehe es, unabhängig von meinem Willen.

Wahrhaftig? O, ich bitte, erzählen Sie mir das.

Das iſt ſehr einfach, Herr Danglars hat bei mir zu Mittag gegeſſen.

Ich weiß es wohl, denn um ihn zu fliehen, ſind Mutter und ich abgereiſt.

Aber er hat mit Herrn Andrea Cavalcanti hier gegeſſen.

Ihrem italieniſchen Prinzen.

Uebertreiben Sie nicht, Signor Andrea giebt ſich nur den Grafentitel.

Giebt ſich, ſagen Sie?

Ich ſage: Giebt ſich.

Er iſt es alſo nicht?

Ach, weiß ich das? Er giebt ihn ſich, ich gebe ihn ihm, iſt das nicht ſo gut, als ob er ihn hätte?

Wunderbarer Menſch, der Sie ſind? Nun alſo?

Alſo! was?

Herr Danglars hier zu Mittag?

Ja.

Mit Ihrem Grafen Andrea Cavalcanti, dem Marcheſe ſeinem Vater, Frau von Danglars, Herrn und Frau von Vileefort, char⸗ mante Leute, Herrn Dobray, Maximilian Morrel, und wer denn noch... ach ja, Herrn von Chateau⸗Renaud.

Hat man von mir geſprochen?

Kein Wort.

Der Graf von Monte⸗Chriſto. 57

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