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Sie ſind durch Jemand an mich gewieſen,“ fuhr Monte⸗Chriſto fort. „Ol das iſt nur zu gewiß.“ „Durch den vortrefflichen Abbé Buſoni?“ „Richtig, durch denſelben,“ rief der Major entzückt. „Und Sie haben den Brief?“ „Hier iſt er.“ „Ei der Tauſend! Sehen Sie wohl? Geben Sie doch!“ Und Monte⸗Chriſto nahm den Brief, den er öffnete und las. Der Major betrachtete den Grafen voll Erſtaunen und ſah ſich mit großen Augen im Zimmer um, welche ſich jedoch immer bald wieder neugierig auf den Eigenthümer deſſelben hefteten. „Ja, ſo iſt es... der gute Abbé,„Der Major Cavalcanti,
ein würdiger Patrizier von Lucca, der von den Cavaleanti in
Florenz abſtammt,“ las Monte⸗Chriſto laut,„und ein Vermögen von einer halben Million jährlicher Renten beſitzt.““
Monte⸗Chriſto hob die Augen von dem Papier und verbeugte ſich.
„Eine halbe Million jährlich,“ ſagte er;„Teufel! Mein lieber Signor Cavalcanti.“
„Steht da eine halbe Million?“ fragte der Major.
„Schwarz auf Weiß; und nicht zu bezweifeln, denn der Abbé Buſoni kennt, wie nur irgend Einer, alle großen Häuſer in Europa.“
„Mag's ſein, eine halbe Million,“ ſagte der Italiener,„aber auf Ehre, ich glaubte nicht, daß die Sache ſo in's Große ginge.“
„Weil Sie einen Haushofmeiſter haben, der Sie beſtiehlt; was wollen Sie machen, mein lieber Signor Cavalcanti, darein muß man ſich ſchon einmal zu finden wiſſen.“.
„Sie helfen mir auf die Sprünge,“ ſagte der Italiener ernſt⸗ haft,„ich werde dem Schlingel den Laufpaß geben.“
Monte⸗Chriſto fuhr fort zu leſen:
„„Und dem nur Eins fehlt, um glücklich zu ſein.““
„O! mein Gott ja! nur Eins,“ ſagte der Italiener mit einem Seufzer.
„„Einen angebeteten Sohn wieder zu finden.““
„Einen angebeteten Sohn!“
„„Der in ſeiner Kindheit entweder durch einen Feind ſeiner
edeln Familie, oder durch Zigeuner entführt iſt.““
„Uebrigens kommen Sie nicht aus eigenem Antriebe hierher,


