Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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Thor, der Sie ſind! und Herr Dobray, der Sie ſoeben bei mir geſehen hat!

Ach! das iſt wahr.

Im Gegentheil, ich habe Sie hier bei mir ganz ohne Um⸗ ſtände eingeladen, und Sie haben mir ganz einfach erwidert, daß Sie den Sonnabend nicht mein Gaſt ſein können, weil Sie ſchon morgen nach Treport abgehen.

Nun gut! So iſt es alſo abgemacht; aber werden Sie nicht meine Mutter vor der Abreiſe noch beſuchen?

Heute noch, das wird ſchwer halten, und dann würde ich auch bei den Vorbereitungen zur Reiſe ſtören.

Nun gut! thun Sie noch etwas Beſſeres; Sie waren nur ein liebenswürdiger Mann, ſeien Sie jetzt ein anbetungswürdiger.

Was muß ich thun, um auf dieſen erhabenen Standpunkt zu gelangen?

Was Sie thun müſſen?

Das frage ich Sie.

Sie ſind heute frei wie der Vogel in der Luft, kommen Sie mit mir zum Diner; wir werden ganz unter uns ſein: Sie, meine Mutter und ich. Sie haben meine Mutter kaum geſehen; heute können Sie ungenirt ihre Bekanntſchaft machen. Sie iſt eine kennenswerthe Frau, und ich bedaure nichts weiter, als daß nicht

nooch eine zwanzig Jahr Jüngere wie ſie exiſtirt; dann ſollte es

bald, das ſchwöre ich Ihnen, eine alte und junge Gräfin von Morcerf geben. Was meinen Vater anbetrifft, den finden Sie heute nicht, er hat heute Sitzung und dinirt bei dem Herrn Groß, Referendar. Kommen Sie, wir plaudern von unſeren Reiſen: Sie, der Sie die ganze Welt geſehen haben, erzählen uns Ihre Aben⸗ teuer; Sie theilen uns die Geſchichte jener ſchönen Griechin mit, die neulich mit Ihnen in der Oper war, die Sie Ihre Sklavin nennen, und wie eine Prinzeſſin behandeln. Wir wollen italieniſch, ſpaniſch ſprechen, wie Sie wollen; kommen Sie, kommen Sie, meine Mutter wird ſich freuen.

Tauſend Dank, ſagte der Graf,für dieſe allerliebſte Ein⸗

ladung, die, nicht annehmen zu können, ich unendlich bedaure. Ich

bin nicht frei, wie Sie denken, ſondern habe im Gegentheil ein ſehr wichtiges Rendez⸗vous. 47*

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