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Mutter unglücklich machen wird. Schon vor ſechs Wochen ſollte, eine Familienberathung ſtattfinden; aber ich bekam eine ſo heftige Migraine...“
„Eine wirkliche?“ fragte der Graf lächelnd.
„Ol ſehr ernſtlich, die Furcht wahrſcheinlich... ſo daß die Zuſammenkunft um zwei Monate weiter hinausgeſchoben wurde. Es eilt ja nicht, das werden Sie einſehen, ich bin noch nicht einmal volle einundzwanzig, und Eugenie erſt ſiebzehn Jahre alt; aber die beiden Monate ſind in einigen Tagen um. Man vird ſich ent⸗ ſchließen müſſen. Sie können ſich nicht denken, mein beſter Graf, in welcher Verlegenheit ich bin. Ach! wie beneidenswerth ſind Sie⸗ frei zu ſein.“
„Nun gut! ſeien Sie auch frei; wer hindert Sie daran, das ſagen Sie mir?“
„O! es wäre eine zu große Fehlſchlagung für meinen Vater wenn ich Fräulein Danglars nicht heirathete.“
„Nun, dann heirathen Sie ſie,“ ſagte der Graf mit einer ſon⸗ derbaren Bewegung der Schultern.
„Ja,“ erwiderte Morcerf,„das wird für meine Mutter keine Fehlſchlagung, ſondern Schmerz ſein.“
„Dann heirathen Sie ſie nicht,“ meinte der Graf. 3
„Ich werde ſehen, verſuchen, Sie rathen mir, nicht wahr? und ziehen mich, wenn es möglich iſt, aus dieſer Verlegenheit. O! um meiner vortrefflichen Mutter keinen Kummer zu machen, könnte ich mich, glaube ich, ſogar mit dem Grafen entzweien.“
Monte⸗Chriſto drehte ſich um; er ſchien bewegt.
„Ei!“ ſagte er zu Dobray, der am anderen Ende des Salons in einem tiefen Lehnſtuhl ſaß, und in der rechten Hand eine Blei⸗ feder und in der linken ein Notizbuch hielt,„was machen Sie denn? Eine Skizze nach Pouſſin?“
„Ich,“ antwortete Dobray gelaſſen,„o ja! eine Skizze! dafür liebe ich die Malerei zu ſehr! Nein, nein, ich thue ganz das Ge⸗ gentheil als malen, ich ſchreibe Zahlen.“
„Zahlen?“
„Ja, ich rechne, und das geht Sie indirekter Weiſe an, Vicomte; ich berechne, was das Haus Danglars bei dem letzten Steigen von Hayti hat gewinnen müſſen: die Fonds ſind in drei Tagen von
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