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den Schlummer zu genießen, den ich meine, bedarf ich Ruhe und Stille, und dann eine gewiſſe Vorbereitung.
„Ah! das berühmte Hatchis?“
„Ganz richtig. Wenn Sie Muſik hören wollen, Vicomte, kom⸗ men Sie zum Souper zu mir.“
„Aber, ich hörte ſchon Muſik, als ich zum Frühſtüc zu Ihnen
„In Rom?“ 82
„Ach! das war Guzla Haidee's. Ja, die arme Verbannte er⸗ götzt ſich zuweilen damit, mir die Lieder ihrer Heimath zu ſpielen.“
Morcerf fragte nicht weiter; der Graf ſchwieg auch.
In dieſem Augenblicke ertönte die Klingel.
„Sie entſchuldigen mich!“ ſagte der Graf nach ſeiner Loge.
zugehend. „Wie ſo?“ „Beſtellen Sie viel Schönes an die Comteſſe G. von ihrem Vampyr.“
„Und der Baronin?“
„Sagen Sie, daß ich, wenn ſie es erlaubt, ihr noch heute Abend meine Aufwartung machen werde.“
Der dritte Akt begann; während deſſelben kam der Graf von Morcerf, wie er verſprochen hatte, in die Loge von Frau von Danglars.
Der Graf war keiner von denen, die Aufſehen durch ihr Kom⸗ men erregten; auch bemerkte ihn Niemand, als die, bei denen er Platz nahm..
Monte⸗Chriſto ſah ihn jedoch, und ein leichtes Lächeln um⸗ ſpielte ſeine Lippen.
Was Haidee anbetraf, ſo ſah dieſelbe nichts außer der Bühne, ſobald der Vorhang einmal aufgezogen war; ſie wurde, wie alle ungekünſtelten Naturen, von Allem angezogen, was Gehör und Ge⸗ ſicht anſprach.
Der dritte Akt verlief wie gewöhnlich. Der Prinz von Gra⸗ nada wurde von Robert Mario herausgefordert; der majeſtätiſche König hielt, ſeine Tochter an der Hand führend, ſeinen Umgang um die Bühne, um ſeinen prachtvollen Sammetmantel zu zeigen;


