erig,
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kommen. Sehen Sie, gnädige Frau, er hat ſie geſehen, und be⸗ grüßt Sie.“
Die Baronin erwiderte den Gruß des Grafen mit ihrem reizendſten Lächeln.
„Nun, es ſei darum, ich entſage dem Glücke länger hier zu ſein; ich verlaſſe Sie, und will verſuchen, ob ich ihn ſprechen kann.“
„Sie gehen in ſeine Loge; das iſt ja ſehr einfach.“
„Aber ich bin nicht vorgeſtellt.“
„Wem?“
„Der ſchönen Griechin?“
„Sie ſagen, es iſt eine Sclavin.“
„Ja, aber Sie, gnädige Frau, behaupten, daß es eine Prin⸗ zeſſin ſei... Nein. Ich hoffe, daß, wenn er mich hier hinaus gehen ſieht, er herauskommen wird.“
„Das iſt möglich. Gehen Sie alſo.“
„Ich eile.“
Morcerf empfahl ſich und ging; wirklich öffnete ſich die Loge des Grafen in dem Augenblicke, wo er an derſelben vorüberging;
der Graf ſagte einige Worte arabiſch zu Ali, welcher im Corridor
ſtand, und nahm Morcerf's Arm.
Ali ſchloß die Thüre und blieb vor derſelben ſtehen; im Corridor war eine Menſchenmenge um den Nubier verſammelt.
„Wirklich,“ ſagte Monte⸗Chriſto,„Ihr Paris iſt eine ſonder⸗ bare Stadt und Ihre Pariſer merkwürdige Leute. Sehen Sie doch, wie ſie ſich um meinen armen Ali drängen, der nicht begreift, was das zu bedeuten hat. Ich verſichere Sie, daß, wenn ein Pariſer nach Tunis, Conſtantinopel, Bagdad oder Cairo kommt, daß man nirgends einen Kreis um ihn ſchließen wird.“
„Ihre Orientalen ſind ernſte, ſtille Leute, die nur das beſehen, was ſehenswerth iſt; aber glauben Sie mir lübrigens, Ali macht dieſes Aufſehen nur, weil er Ihnen angehört, und Sie in dieſem Augenblicke der Mann des Tages ſind.“
„Wirklich! und was verſchafft mir dieſe Gunſt?“
Ei, Potztauſend! Sie ſelbſt. Sie verſchenken Geſpanne zu tauſend Louisd'or; Sie retten den Frauen königlicher Procuratoren
das Leben; Sie laſſen rennen unter dem Namen Major Black ein
Vollblut⸗Pferd und einen Jockey, nicht größer als ein Uistiti; end⸗


