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„Dieſe Frau iſt eine Sclavin, wie er uns ſelbſt geſagt hat. Erinnern Sie ſich, Morcerf, bei Ihrem Frühſtücke?“,
„Geſtehen Sie, mein lieber Lucian,“ meinte die Baronin,„daß ſie viel eher das Anſehen einer Prinzeſſin hat.“
„Aus Tauſend und einer Nacht?“
„Aus Tauſend und einer Nacht will ich gerade nicht ſagen; aber was macht die Prinzeſſinnen, mein Lieber? das ſind die Dia⸗ manten und mit dieſen iſt ſie bedeckt.“
„Sie hat deren ſogar ſchon zu viel an ſich,“ ſagte Eugenie, „ſie würde ohne dieſelben ſchöner ſein, denn man würde ihren Hals und ihre Handgelenke beſſer ſehen, die reizend geformt ſind.“
„Ol über die Künſtlerin!“ ſprach Frau von Danglars,„ſehen Sie, wie ſie ſich enthuſiasmirt!“
„Ich liebe alles Schöne,“ verſicherte Eugenie.
„Aber was ſagen Sie dann vom Grafen ſelbſt?“ ſagte Dobray; „er ſcheint mir auch nicht übel.“
„Der Graf?“ entgegnete Eugenie,„als hätte ſie noch nicht daran gedacht, ihn anzuſehen,„der Graf... er iſt ſehr bleich.“
„Das iſt es eben,“ verſetzte Morcerf,„in dieſer Bleichheit liegt das Geheimnißvolle, das wir aufklären möchten. Die Com⸗ teſſe G... behauptet, wie Sie wiſſen, daß er ein Vampyr iſt.“
„Sie iſt alſo wieder hier,die Comteſſe G...2“ fragte die Baronin.
„In jener Seitenloge uns faſt gegenüber, liebe Mutter,“ ſagte Eugenie,„dieſe Frau mit dem wundervollen, blonden Haar, das iſt ſie.“ „Ahl ſo,“ ſagte Frau von Danglars,„wiſſen Sie, was Sie thun ſollten, Morcerf?“
„Befehlen Sie, gnädige Frau.“
„Sie ſollten Ihrem Grafen von Monte⸗Chriſto einen Beſuch machen und ihn uns zuführen.“
„Wozu das?“ meinte Eugenie.
„Nun, damit wir mit ihm reden; biſt Du denn nicht neugierig, ihn zu ſehen?“
„Durchaus nicht.“
„Sonderbares Mädchen!“ murmelte die Baronin.
„O!“ verſicherte Morcerf,„er wird wahrſcheinlich von ſelbſt
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