Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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geſchrieben, daß er ſie abholen möge, da ſie doch nicht allein mit Eugenie in die Oper gehen könne.

Wirklich würde man dies ſehr unpaſſend gefunden haben, während Niemand etwas Anſtößiges darin fand, daß Fräulein von Danglars mit ihrer Mutter und deren Liebhaber hinging, darüber war nichts zu ſagen; man muß die Dinge einmal nehmen, wie ſie ſind.

Als der Vorhang aufgezogen wurde, war, wie gewöhnlich, das 65 Haus leer. Es iſt eine der ſchlechten Gewohnheiten der Pariſer ſchönen Welt, in's Theater zu kommen, wenn das Stück ſchon lange begonnen hat: die natürliche Folge davon iſt, daß der erſte Act⸗ damit hingeht, daß die ſchon Angekommenen nicht das Stück ſehen jil und hören, ſondern nur die Ankommenden und das Geräuſch der 1 Logenthüren und der verſchiedenen Unterhaltungen. Sieh'! ſagte Albert plötzlich, nach einer Loge des erſten Ranges ſehend;ſieh'! da kommt die Comteſſe G...! das Wer iſt die Comteſſe G...? fragte Chateau⸗Renaud. der O! Baron, welche Frage! die kann man Ihnen kaum ver⸗ 7 zeihen; Sie fragen, wer die Comteſſe G... iſt? der Ach! es iſt wahr, entgegnete Chateau⸗Renaud;iſt es nicht d jene intereſſante Venetianerin? ih Dieſelbe. In dieſem Augenblicke entdeckte die Comteſſe Albert und miechſelte e einen freundlichen Blick und Gruß mit ihm. Sie kennen ſie? fragte Chateau⸗Renaud. 5 Ja, antwortete Albert,Franz hat mich in Rom ihr vor⸗ N. geſtellt. Würden Sie mir wohl in Paris denſelben Dienſt leiſten, den Franz Ihnen in Rom erzeigte? ich

Sehr gern. Pſt! ſchrie das Publikum. Die beiden jungen Leute ſetzten ihre Unterhaltung fort, ohne 1 Le

ſich im Geringſten durch den Wunſch des Publikums, die Muſik zu de hören, ſtören zu laſſen. ſu

Sie war beim Rennen auf dem Marsfelde, ſagte Chateau⸗ m Renaud. be

Heute?