Teil eines Werkes 
4 (1870)
Entstehung
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LIV. Robert der Teufel.

Dieſe Oper war am heutigen Abende um ſo mehr angebracht, als eine Feierlichkeit in der königlichen muſikaliſchen Academie ſtatt⸗ fand. Levaſeur erſchien nach langem Uebelbefinden zum erſten Male wieder als Bertram, und das Werk des Masſtro des Tages hatte, wie gewöhnlich, die glänzendſte Geſellſchaft von Paris nach dem Opernhauſe gezogen.

Morcerf hatte, wie die Mehrzahl der reichen, jungen Leute, ſeinen Orcheſterplatz, außerdem zehn Logen von Bekannten, in denen er ſich einen Platz erbitten konnte, ſeinen ihm von Rechtswegen zu⸗

kommenden Platz in der Loge der Lions nicht zu rechnen. Der Orcheſterplatz Chateau⸗Renaud's war dicht neben dem ſeinigen.

Beauchamp war als Journaliſt König des Hauſes und hatte ſeinen Platz überall.

Lucien Dobray hatte an dieſem Abende über die Loge des Miniſters zu disponiren und hatte dieſelbe dem Grafen Morcerf an⸗ geboten, welcher, da Mercedes ſie nicht annahm, ſie Danglars anbot, mit dem Bemerken, daß er wahrſcheinlich im Laufe des Abends der Baronin und ihrer Tochter ſeine Aufwartung machen werde, wenn dieſe Damen die Loge, die er ihnen anböte, annähmen. Die Damen hüteten ſich wohl, ſie auszuſchlagen. Niemand iſt lüſterner nach Logen, die nichts koſten, als ein Millionair.

Was Danglars anbetraf, ſo hatte er erklärt, daß ſeine poli⸗ tiſchen Grundſätze und ſeine Eigenſchaft als Deputirter der Oppo⸗ ſitionspartei ihm nicht erlaubten, in der Loge des Miniſters zu er⸗ ſcheinen. Folglich hatte Frau von Danglars an Lucien Dobray