Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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Mune hete nicht um dem

Bemerkungen anbringen zu e. Ol das ah⸗ dn hat ſo viel

wechſelt waren,

Kanzle, ant⸗

und wird un⸗

erſäumt. varen und ihn ihre Naugierde

lentine? ſagte hen, daß ich ſie

ſtellen.

gte der Graf,

Es iſt die Tochter Herrn von Villeforts aus ſeiner erſten Ehe, antwortete die junge Frau,ein erwachſenes und ſchönes Mädchen.

Aber melancholiſch, fiel der kleine Eduard ein, indem er, um ſich einen Federbuſch auf den Hut zu machen, einem prachtvollen Ara, der darüber auf ſeiner vergoldeten Stange vor Schmerz ſchrie, die Schwanzfedern ausriß.

Frau von Villefort ſagte weiter nichts, als:

Still, Eduard!

Dann fügte ſie hinzu:

Dieſer kleine Schelm hat beinah' Recht, und wiederholt nur, was er mich hundert Mal mit Schmerz hat ſagen hören; denn Fräulein von Villefort iſt, aller unſerer Bemühungen, ſie zu er⸗ heitern, ungeachtet, von ſehr traurigem Charakter und ſchweigſamer Laune, die oft dem Eindrucke ihrer Schönheit Eintrag thut. Aber wo mag ſie nur bleiben? Eduard, ſieh' doch nach, warum ſie nicht kommt.

Weil man ſie ſucht, wo ſie nicht iſt.

Wo ſucht man ſie denn?

Beim Großpapa Noirtier.

Und Du glaubſt, daß ſie da nicht iſt?

Nein, nein, nein, nein, nein, da iſt ſie nicht, antwortete Eduard ſingend.

Und wo iſt ſie? ſag' es, wenn Du es weißt.

Sie iſt unter der großen Kaſtanie, antwortete der unartige Knabe, indem er ungeachtet des Geſchreies ſeiner Mutter dem Pa⸗ pagei lebendige Fliegen hinhielt, der ſehr begierig auf dieſes Wild zu ſein ſchien.B

Frau von Vileefort ſtreckte die Hand nach der Klingelſchnur aus, um die Kammerfrau herbeizurufen und derſelben den ſoeben von Eduard bezeichneten Ort zu ſagen, als Valentine ſchon eintrat.

Sie ſchien wirklich traurig zu ſein, ja man konnte bei genauer Beobachtung Spuren von Thränen in ihren Augen bemerken.

Valentine, die wir in der Eile der Erzählung unſern Leſern

noch nicht beſchrieben haben, war eine große, ſchlanke Jungfrau von

neunzehn Jahren; glänzend kaſtanienbraunes Haar, ein tiefblaues Auge und eine eigenthümlich ſchmachtende Haltung erinnerten Jeden, der ihre Mutter gekannt hatte, bei ihrem Erblicken an die aus⸗