LIII. Toxikologie(Giftlehre).
Es war wirklich der Graf von Monte⸗Chriſto, der im Salon der Frau von Villefort erſchienen war, in der Abſicht, dem Procu⸗ rator des Königs eine Gegenviſite zu machen, und bei dieſem Namen kam, wie man denken kann, das ganze Haus in Bewegung.
Frau von Villefort, die, als der Graf gemeldet wurde, allein im Salon war, ließ ſogleich ihren Sohn rufen, damit derſelbe dem Grafen nochmals ſeine Dankbarkeit ausſprechen möge, und Eduard, der ſeit zwei Tagen von nichts als dieſem großen Manne hatte reden hören, lief eiligſt herbei, nicht aus Gehorſam, nicht um dem Grafen zu danken, ſondern aus Neugierde, und um Bemerkungen zu machen, in Folge deren er einige ſeiner Lazzi's anbringen zu können hoffte, zu denen ſeine Mutter zu ſagen pflegte: O! das ab⸗ ſcheuliche Kind! aber ich muß ihm ſchon verzeihen, er hat ſo viel Geiſt!
Nachdem die erſten gebräuchlichen Höflichkeiten gewechſelt waren, erkundigte der Graf ſich nach Herrn von Villefort.
„Mein Mann iſt zum Diner bei dem Herrn Kanzler,“ ant⸗ wortete die junge Frau;„er iſt ſoeben fortgefahren, und wird un⸗ endlich bedauern, daß er das Glück, Sie zu ſehen, verſäumt.“
Zwei Beſucher, die vor dem Grafen gekommen waren und ihn mit den Augen verſchlangen, zogen ſich, ſobald es ihre Neugierde nur irgend zuließ, ſchicklicher Weiſe zurück.
„Apropos, was macht denn Deine Schweſter Valentine?“ ſagte Frau von Villefort zu Eduard;„laſſ' ſie benachrichtigen, daß ich ſie im Salon erwarte, um ſie dem Herrn Grafen vorzuſtellen.“
„Sie haben eine Tochter, gnädige Frau?“ fragte der Graf, „das muß noch ein Kind ſein.“
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