ne und kalte dingedung, en Nichs ſprechen von bei dem Ge⸗ „Valentine, in Leben, ich ſeſten Schlag venn ich nur Sie verliere, anken, einem ich an Ihrer ſicher ſind es e Hand durch ilian gedrüct will ich ſein
ann hörte ſe
icht.
en Sie meine
zen Sie denn
mir faſt ftem⸗
689
den Hauſe bin, daß mein Vater mir kein Vater, ſondern ein kalter, ſtrenger Gebieter, daß mein Wille ſeit zehn Jahren Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute unter dem Willen eines eiſernen Joches, das auf mir ruht, gebrochen iſt? Niemand ſieht was ich leide, und Sie ſind der Erſte, dem ich es klage. Dem äußern Anſchein nach lacht mir Alles, liebt mich Alles, in Wirklich⸗ keit aber haßt mich Alles. Die Welt ſagt: Herr von Villefort iſt zu ernſt und ſtreng, um ein zärtlicher Vater gegen ſeine Tochter zu ſein, aber dagegen hat ſie das Glück in Frau von Villefort eine zweite Mutter zu beſitzen. Nun denn! die Welt täuſcht ſich. Meinem Vater bin ich gleichgiltig, und meine Stiefmutter haßt mich mit um ſo größerer Erbitterung, als ihr Haß mit einem ewigen, ſüßen Lächeln verſchleiert iſt.“
„Sie haſſen! Sie, Valentine! wie kann man Sie haſſen?“
„Ach! theurer Freund,“ erwiderte Valentine,„dieſer Haß gegen mich iſt Folge eines ſehr natürlichen Gefühls; ſie betet ihren Sohn, meinen Bruder Eduard, an.“
„Nun?“
„Nun! Es wird Ihnen ſonderbar ſcheinen, dieſe Empfindungen vom Gelde abhängig zu machen, und doch iſt dem ſo. Ich we⸗ nigſtens glaube, daß ihr Haß gegen mich daher kommt. Da ſie kein Vermögen hat, ich aber als Erbin meiner Mutter reich bin und mein Vermögen durch das meiner Großeltern einſt noch ver⸗ doppelt wird, ſo ſcheint es mir, daß ſie mich beneidet. O! mein Gott! wenn ich mit der Hälfte dieſes Vermögens das Glück er⸗ kaufen könnte, als geliebte Tochter in meines Vaters Hauſe zu leben, ich wollte es ihr auf der Stelle mit Freuden geben!“ „Arme Valentine!“
„Ja, ich bin gefeſſelt, und zugleich ſo ſchwach, daß ich fühle,
viee ich nicht die Kraft, nicht den Muth habe, dieſe mich wund—
reibenden Feſſeln abzuſtreifen. Uebrigens iſt auch mein Vater nicht der Mann, gegen deſſen Anordnungen man ſich auflehnen kann; er iſt mächtig gegen mich, er würde es gegen Sie, er würde es gegen den König ſelbſt ſein, unterſtützt durch eine vorwurfsloſe
Vergangenheit und durch eine faſt unantaſtbare Stellung. O!
Maximilian! ich ſchwöre es Ihnen, ich unternehme keinen Kampf, Der Graf von Monte⸗Chriſto. 44


