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der ſteinernen Bank ein Buch, ein Sonnenſchirm und ein Arbeits⸗ körbchen, in welchem ein Battiſttuch mit noch nicht vollendeter Stickerei lag; und nicht weit von dieſer Bank ſtand ein junges Mädchen an dem YVerſchlage, die durch die Spalte deſſelben den wüſten Raum, den wir kennen, überſah.
Faſt in demſelben Augenblicke öffnete ſich geräuſchlos die kleine Thür, und ein kräftig gebauter junger Mann, mit einer Blouſe von roher Leinwand und einer Sammetkappe, deſſen Schnurrbart, Bart und Haar ſo ſorgfältig gepflegt waren, daß ſie ſehr gegen dieſes Volks⸗Coſtüm abſtachen, erſchien in derſelben, die er, nach einem raſchen umherſpähenden Blicke, der ihn verſichern ſollte, ob auch Niemand lauſche, leiſe hinter ſich verſchloß und dem Gitter zueilte.
Bei dem Anblicke deſſen, den ſie erwartete, aber wahrſcheinlich nicht in dieſem Coſtüme, erſchrak das junge Mädchen, und zog ſich zurück.
Indeſſen hatte der junge Mann ſchon mit dem ſcharfen Zlicke, den nur Liebende haben, das weiße Kleid und den blauen Gürtel durch die Thürſpalten ſchimmern ſehen; er ſtürzte auf den Ver⸗ ſchlag zu und ſagte, ſeinen Mund an eine Oeffnung legend:
„Fürchten Sie nichts, Valentine, ich bin's.“
Das junge Mädchen kam näher.
„O! mein Herr,“ ſagte ſie,„warum kommen Sie denn heute ſo ſpät? Wiſſen Sie, daß es bald Zeit zum Diner iſt und daß ich viel Diplomatie und viel Pünktlichkeit habe anwenden müſſen, um meiner Mutter zu entwiſchen, die jeden meiner Schritte beob⸗ achtet, meiner Kammerfrau, die mich ausſpionirt, und meinem Bruder, der mich quält, um hier an dieſer Stickerei arbeiten zu können, die, wie ich fürchte, lange noch nicht fertig ſein wird. Wenn Sie ſich wegen Ihres ſpäten Kommens gerechtfertigt haben, dann ſagen Sie mir erſt, was dieſes neue Coſtüm bedeutet, das Sie anzulegen beliebt haben, und das mich beinahe verhindert hätte, Sie zu erkennen.“
„Liebe Valentine,“ verſetzte der junge Mann,„Sie ſtehen zu hoch für meine Liebe, als daß ich wagen dürfte, von derſelben zu reden, und dennoch, ſo oft ich Sie ſehe, kann ich mich nicht ent⸗ halten, Ihnen zu ſagen, daß ich Sie anbete, damit der Widerhall
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