Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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Ach! mein Herr, Sie ſind grauſam! rief Julie mit Schrecken, und die Thränen kamen ihr in die Augen.

Madame, ſprach Monte⸗Chriſto würdevoll, die beiden klaren Perlen, welche Juliens Wangen hinabrollten, mit den Augen ver⸗ ſchlingend,wenn Lord Willmore hätte ſehen können, was ich hier ſehe, würde er das Laben noch lieben, denn die Thränen, welche Sie vergießen, würden ihn mit dem menſchlichen Geſchlechte ver⸗ ſöhnen.

Und er bot Julien die Hand, die ihm, von ſeinem Ton und Blick hingeriſſen, die ihrige gab. 1

Aber dieſer Lord Willmore, ſagte ſie, ſich an eine letzte Hoffnung anklammernd,hatte eine Heimath, eine Familie, Ver⸗ wandte, er war gekannt? können wir denn nicht?...

O! forſchen Sie nicht, Madame, verſetzte der Graf,bauen Sie nicht ſchöne, glänzende Luftſchlöſſer auf dieſes Wort, das mir entſchlüpfte. Nein, wahrſcheinlich iſt Lord Willmore der Mann nicht, den Sie ſuchen, er war mein Freund, ich kannte alle ſeine Geheimniſſe, er würde mir auch hiervon erzählt haben.

Und er hat Ihnen nichts geſagt? rief Julie.

Nein.

Niemals ein Wort, aus dem Sie hätten ſchließen können?...

Niemals.

Und doch nannten Sie ihn ſoeben.

Ach! Sie wiſſen ja... in ſolchen Fällen, Vermuthungen.

Liebe Schweſter, ſagte Maximilian, dem Grafen zu Hilfe kommend,der Herr hat Recht. Erinnere Dich, was unſer guter Vater ſo oft geſagt hat:es iſt kein Engländer, der uns dieſes Glück bereitete.

Monte⸗Chriſto zitterte.

Ihr Vater ſagte Ihnen, Herr Morrel?... fiel er leb⸗ haft ein.

Mein Vater, Herr Graf, ſah in dieſer Handlung ein Wunder. Mein Vater glaubte, unſer Wohlthäter ſei für uns dem Grabe entſtiegen. O! welcher rührende Aberglaube war das, Herr Graf, und obgleich ich ſelbſt nicht daran glaube, war ich doch weit ent⸗ fernt, dieſen Glauben in ſeinem edlen Herzen zerſtören zu wollen! Und wie oft dachte er in wachen Träumen darüber nach, und

liebe Ihr! denn dieſes vergeſſen h Und e Das ſagte Emat vottrefflich Und Herzen wi es nicht d