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angeſtrengt auf jeden Laut ſeiner Stimme horchte, ſagte er ſo kalt als möglich:t „Wir wollen die Hoffnung noch nicht aufgeben, iſt es nicht ein Mann ungefähr von meiner Geſtalt, vielleicht etwas größer und ſchlanker, in einer hohen Cravatte ſteckend, von oben bis unten zugeknöpft, geſchnürt, gegürtet, und immer eine Bleifeder in der Hand?“ „O! Sie kennen ihn alſo?“ rief Julie mit vor Freude funkeln⸗ den Augen. „Nein,“ ſagte Monte⸗Chriſto,„es iſt nur eine Vermuthung. Ich kannte einen Lord Willmore, von dem man ſich ſolche Züge der Großmuth erzählte.“ „Und der ſich nicht zu erkennen gab?“ „Er war ein Sonderling, der nicht an Dankbarkeit glaubte.“ „Ol mein Gott!“ rief Julie mit gefalteten Händen und wahr⸗ haft erhabenem Tone,„woran glaubte er denn, der Unglückliche?“ „Zu der Zeit, als ich ihn kannte, glaubte er wenigſtens nicht daran,“ ſagte Monte⸗Chriſto, den dieſe aus Herzensgrunde tönende Stimme bis in die innerſte Fiber aufgeregt hatte;„aber ſeit der Zeit hat er vielleicht irgend einen Beweis erhalten, daß es wirklich Dankbarkeit giebt.“ „Und Sie kennen dieſen Mann, Herr Graf?“ fragte Emanuel. „Ol wenn Sie ihn kennen,“ rief Julie,„ſagen Sie, können Sie uns zu ihm führen, uns ihn zeigen, uns ſagen, wo er iſt? Sage doch, Maximilian, ſage doch, Emanuel, wenn wir ihn jemals finden, wollen wir ihn nicht das Gedächtniß des Herzens kennen
lehren?“
Monte⸗Chriſto fühlte zwei Thränen in ſeinen Augen; er machte wieder einen Gang durch den Salon.
„Im Namen des Himmels, Herr Graf,“ ſagte Maximilian, „wenn Sie etwas von dieſem Manne wiſſen, ſagen Sie es uns!“
„Ach,“ ſagte Monte⸗Chriſto, die Bewegung ſeiner Stimme unterdrückend,„wenn Lord Willmore Ihr Wohlthäter iſt, dann fürchte ich, werden Sie ihn niemals auffinden. Ich habe ihn vor zwei oder drei Jahren in Palermo geſehen und er war im Begriff, nach den fabelhafteſten Ländern zu reiſen, ſo daß ich ernſtlich zweifle, ob er jemals zurückkehren wird.“


