Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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und mit großer Sorgfalt einen prachtvollen Noi pflückte, den Kopf in die Höhe zu heben.

Dieſe Frau war unſere kleine Julie, die, wie es ihr der Be⸗ vollmächtigte des Hauſes Thomſon und French vorhergeſagt hatte, Madame Emanuel Herbault geworden war.

Sie ſchrie auf, als ſie einen Fremden ſah. Maximilian lachte.

Laſſ' Dich nicht ſtören, Schweſterchen, ſagte er,der Herr Graf iſt erſt zwei oder drei Tage in Paris, weiß aber doch ſchon, was es mit einer Eigenthümerin im Marais auf ſich hat, und ſollte er's nicht wiſſen, dann wirſt Du ihn es lehren.

Ach, mein Herr! ſagte Julie,Sie hierher zu führen, das iſt eine Verrätherei von meinem Bruder, der auch nicht ein bischen eitel in die Seele ſeiner armen Schweſter iſt... Penelon!.. Penelon!...

Ein Greis, der eine Hecke von bengaliſchen Roſen behackte, lehnte ſeine Hacke an, und kam näher, die Mütze in der Hand, wobei er den Tabak, den er kauete, vor Verlegenheit aus einer Backe in die andere warf. Sein noch volles Haar fing an ſilber⸗ weiß zu werden, während ſeine bronzene Geſichtsfarbe und ſein kühnes, lebhaftes Auge den alten Seemann ankündigten, den die Sonne des Aequators gebräunt und die Seeſtürme abgehärtet hatten.

Ich glaube, Sie haben mich angerufen*), Mamſell Julie, ſagte er,da bin ich.

Penelon hatte die Gewohnheit, die Tochter ſeines Patrons Mamſell Julie zu nennen, beibehalten, und konnte ſich noch nicht gewöhnen, ſie Madame Herbault zu nennen.

Penelon, ſagte Julie,ſagt Herrn Emanuel, welchen ange⸗ nehmen Beſuch wir haben, während Maximilian den Herrn in den Salon führt.

Dann zu Monte⸗Chriſto gewendet, ſagte ſie:

Sie werden mir ſchon erlauben, einen Augenblick zu ent⸗ fliehen, nicht wahr, mein Herr?

Und ſtatt die Antwort abzuwarten, ſchlüpfte ſie hinter eine Baumgruppe und flog durch eine Seitenallee dem Hauſe zu.

ſett⸗Roſenſtock aus⸗

*) héler, mit dem Sprachrohr anrufen, auf Schiffen.

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