Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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Zimmer, bereit, auf den Ton eines kleinen goldenen Glöckchens hin⸗ zueilen, und das zu thun, was die griechiſche Sclavin, die franzöſiſch genug verſtand, um den drei Zofen den Willen der Gebieterin kund zu thun, ihnen im Namen derſelben befehlen werde. Monte⸗Chriſto hatte den Franzöſinnen befohlen, Haydée mit der Ehrfurcht und Rückſicht zu begegnen, als wäre ſie eine Königin.

Das junge Mädchen war in dem entlegenſten Zimmer ihrer Wohnung, nämlich in einem runden Boudoir, welches nur von oben Licht erhielt und in welches der Strahl des Tages nur durch roſen⸗ farbene Scheiben drang. Sie lag am Fußboden, auf Kiſſen von blauem, mit Silber durchwirktem Atlas; mit dem Kopfe hintenüber an dem Divan gelehnt, hatte ſie ihren weichgerundeten rechten Arm über denſelben liegen, während ſie mit der zarten linken Hand ein Rohr von Korallen an ihre Lippen führte, durch das ein biegſamer Cylinder den Dampf, den ihr ſanfter Athem einſog, nur durch Benzoe⸗ Waſſer parfümirt, leitete.

Ihre, einer orientaliſchen Frau ſo natürliche Stellung würde einer Franzöſin einen Anſchein von Ziererei oder Coquetterie gegeben haben.

Ihr Anzug war der der Frauen von Epirus, nämlich Bein⸗ kleider von weißem, mit rothen Blumen überſäetem Atlas, aus welchem zwei Füßchen hervorſahen, die man für Marmor von Paros gehalten haben würde, wenn ſie nicht mit zwei kleinen Sandalen mit gekrümmten Spitzen, die mit Gold und Perlen geſtickt waren, geſpielt hätten; ein Unterkleid mit langen blau und weißen Streifen, ſilberumſäumten Knopflöchern und Knöpfen von Perlen; endlich eine Art von Mieder, deſſen herzförmiger Ausſchnitt den Hals und den obern Theil des Buſens frei ließ und das unter dem Buſen mit drei Diamanten zugeknöpft war; um die Taille ſchlang ſich ein ſeidener Gürtel von den lebhafteſten Farben mit den langen Fran⸗ ſen, die unſere eleganten Pariſerinnen ſo ſehr lieben.

Auf dem Kopfe hatte ſie, etwas nach einer Seite gerückt, eine, mit Gold und Perlen geſtickte griechiſche Calotte, unter der auf der niederhängenden Seite eine purpurrothe natürliche Roſe, mit einer Fülle ſo ſchwarzen Haares, daß es blau ſchimmerte, hervorquellend ſich vermiſchte.

Die Schönheit dieſes Geſichtes war die griechiſche, in ihrer

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