Teil eines Werkes 
3 (1870)
Entstehung
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riegelte und öffnete. Sie ſahen beim Schein einer Lampe, wie die, welche in der Halle brannte, Albert in einen Mantel gehüllt, den ihm einer der Banditen geborgt hatte, ſanft und tief ſchlafend in einer Ecke liegen.

„Ei!“ ſagte der Graf mit ſeinem ganz eigenthümlichen Lächeln, „nicht übel von einem Manne, der um ſieben Uhr Morgens erſchoſſen werden ſoll.“

Vampa betrachtete den ſchlafenden Albert mit einer gewiſſen Verwunderung; man ſah, daß dieſer Beweis von Furchtloſigkeit ihm imponirte.

„Sie haben Recht, Herr Graf,“ ſprach er,„dieſer Mann muß Ihr Freund ſein.“

Dann näherte er ſich Albert, berührte ſeine Schulter und ſagte:

„Wollen Excellenza gefälligſt aufwachen?“

Albert breitete die Arme aus, rieb ſich die Augen und erwachte endlich.

„Ah,“ ſagte er,„ſeid Ihr's Hauptmann? Pardieu! Ihr hättet mich ſchlafen laſſen ſollen; ich hatte einen köſtlichen Traum:

ich tanzte Galopp mit der Comteſſe G... bei Torlonia.“ Er zog

ſeine Uhr, die man ihm gelaſſen hatte, um ſelbſt ſehen zu können, welche Zeit es ſei.

„Halb zwei Uhr,“ ſagte er,„aber warum, zum Teufel, weckt Ihr mich jetzt ſchon?“

„Um Ihnen zu ſagen, daß Sie frei ſind, Excellenza.“

„Mein Lieber,“ erwiderte Albert mit der heiterſten Miene von der Welt,„beobachten Sie künftig den Grundſatz Napoleon des Großen, welcher geſagt hat:„Weckt mich nur um unangenehmer Nach⸗ richten willen.“ Wenn Ihr mich hättet ſchlafen laſſen, hätte ich meinen Galopp beendigt und wäre Euch darüber lebenslänglich dankbar geweſen.... Mein Löſegeld iſt alſo bezahlt worden?“

„Nein, Excellenz.“

„Nun! auf welche Art bin ich denn frei geworden?“

„Jemand, der ganz über mich zu verfügen hat, iſt gekommen, Sie zurückzufordern.“

„Hierher?“

„Hierher.“

Stufen hinauf, die zu einer Treppe führten, welche Vampa ent⸗